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Die Digitalisierung des Finanzsystems gewinnt langsam an Fahrt, aber sobald der Schwung einsetzt, geht es schnell voran. Darauf stellen sich jetzt schon amerikanische Großbanken ein, schreibt die Ratingagentur Moody’s in einem neuen Bericht. Die Banken wollen nicht überrascht werden und gründen daher massenhaft eigene Teams für digitale Vermögenswerte.

Banken erwarten Wendepunkt

Moody’s sprach mit großen amerikanischen Banken und Finanzintermediären über die Zukunft der Tokenisierung. Fast alle betrachten die Verschiebung als unausweichlich und beschreiben den Prozess als „zuerst langsam, dann schnell“.

Dass die größten Namen Potenzial darin sehen, wurde letzte Woche deutlich. BlackRock, JPMorgan und Fidelity führten alle tokenisierte Geldmarktfonds ein, die in kurzfristige US-Staatsanleihen investieren.

In diesen Fonds existieren die Anteile als digitale Tokens auf der Blockchain, beispielsweise Ethereum (ETH). Investoren können rund um die Uhr ein- und aussteigen, und die Abwicklung erfolgt nahezu sofort, anstatt erst am Ende des Börsentages. Dasselbe Prinzip lässt sich auf nahezu jede Form von Besitz anwenden, sei es Aktien, Anleihen, Immobilien oder Kunst.

„In allen Gesprächen waren die Unternehmensleiter überzeugt, dass eine umfassende Tokenisierung von Vermögenswerten kommen wird; die Unsicherheiten betreffen vor allem die Geschwindigkeit und Reihenfolge“, so Moody’s.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte ist seit Anfang 2025 um mehr als 420 Prozent gewachsen und nun 31,6 Milliarden Dollar wert, laut Daten von RWA.xyz. Über 15 Milliarden Dollar davon entfallen auf amerikanische Schuldpapiere.

Derzeit bleibt die tatsächliche Aktivität noch auf Krypto-Handel, grenzüberschreitende Zahlungen und einige institutionelle Anwendungen begrenzt. Doch die großen Akteure treffen im Hintergrund umfangreiche Vorbereitungen, um bereit zu sein, wenn der Stein ins Rollen kommt.

„Fast alle großen Banken und wichtigen Finanzintermediäre haben eigene Teams für digitale Vermögenswerte eingerichtet oder Innovationseinheiten gegründet und nehmen an Pilotprojekten in der Branche teil“, schreibt Moody’s. Morgan Stanley ernannte im Januar die Veteranin Amy Oldenburg zur Leiterin seiner neuen Krypto-Abteilung.

Drei Szenarien zur Zukunft

Moody’s skizziert drei mögliche Entwicklungen für das Finanzsystem. Im Basisszenario einer „stetigen Wachstum“, das laut der Ratingagentur am wahrscheinlichsten ist, bleibt das System weitgehend intakt. Tokenisierung wächst dann vor allem bei Stablecoins und tokenisierten Einlagen.

In einem Szenario mit geringem Wachstum hemmen Regulierung und rechtliche Unklarheiten den Fortschritt. Tokenisierung bleibt dabei auf einige Nischen beschränkt.

Das disruptivste Szenario ist schnelles Wachstum. Dann geraten vor allem Zahlungsdienstleister und kleinere Banken unter Druck. „Für kleine und mittlere Banken könnten die Einlagenbestände sinken“, warnt Moody’s.

Laut dem Makro-Investor Jordi Visser beginnt die „Tokenisierungs-Realität“ bereits in diesem Jahr, mit tokenisierten Vermögenswerten, die Zahlungen durch KI-Agenten antreiben. Der Internationale Währungsfonds warnte im April jedoch, dass Tokenisierung neben Vorteilen auch Risiken für die Finanzstabilität birgt.

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