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Gold steht derzeit an einem wichtigen Punkt. Die Unterstützung im Bereich von 4.000 Dollar hält bislang, nun stellt sich die Frage, ob Spielraum für eine Erholungsrally besteht.
Wegen der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran rückt Gold wieder stärker in den Fokus. Zugleich bleiben die Zinspolitik der US-Notenbank und die Inflationsaussichten wichtige Einflussfaktoren. Was ist in nächster Zeit von dem Edelmetall zu erwarten?
Nimmt die geopolitische Unsicherheit zu, weichen Anleger häufig auf vergleichsweise sichere Anlagen wie Gold aus. Auch diesmal scheint das der Fall zu sein. Zwar befindet sich der Goldpreis weiterhin in einem Abwärtstrend, doch in den vergangenen Wochen fand der Preis im Bereich von 4.000 Dollar offenbar Unterstützung.

Die Märkte reagieren dabei nicht nur auf geopolitische Nachrichten an sich. Entscheidend ist vor allem die Einschätzung, wie lange ein Konflikt anhalten könnte und welche wirtschaftlichen Folgen drohen. Solange das Risiko einer weiteren Eskalation besteht, dürfte die Nachfrage nach Gold erhöht bleiben.
Sollte es zu einem diplomatischen Durchbruch kommen, könnte das kurzfristig Gewinnmitnahmen auslösen. Viele Analysten rechnen jedoch nicht damit, dass damit der übergeordnete Aufwärtstrend unmittelbar beendet wäre, solange die geopolitischen Risiken hoch bleiben.
Neben geopolitischen Entwicklungen zählt die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve weiterhin zu den wichtigsten Faktoren für den Goldpreis. Aus dem Protokoll der jüngsten geldpolitischen Sitzung geht hervor, dass ein Teil des Gremiums bereits damals eine Zinserhöhung befürwortete.
Normalerweise belasten höhere Zinsen Gold, weil Anleger dann etwa mit Anleihen höhere Renditen erzielen können. Dennoch zeigt sich der Goldpreis zuletzt bemerkenswert widerstandsfähig. Das liegt daran, dass Anleger nicht nur auf die Zinsen schauen, sondern auch Inflation, wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Risiken einpreisen.
Auch die Entwicklung des Ölpreises spielt eine Rolle. Ein niedrigerer Ölpreis kann die Inflation bremsen und den Druck auf die Federal Reserve verringern, die Zinsen hoch zu halten. Das ist in der Regel positiv für Gold. Steigt der Ölpreis dagegen wieder deutlich, wie derzeit, können neue Inflationssorgen entstehen, die die Zinspolitik erneut beeinflussen.
Die US-Inflationsdaten am heutigen Nachmittag werden deshalb aufmerksam verfolgt. Sie könnten die Zinserwartungen prägen und damit auch die nächste größere Bewegung des Goldpreises auslösen.
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