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Inflation ist in dieser Woche wieder das zentrale Thema an den Finanzmärkten. Wichtige Daten stehen an – ausgerechnet in einer Phase, in der die Sorgen wegen der erneuten Eskalation im Nahen Osten zunehmen.
In diesem Artikel blicken wir auf die wichtigsten Termine der Woche, die die Kurse von Bitcoin (BTC), Aktien und Gold bewegen könnten.
Im Mittelpunkt stehen vor allem der Verbraucherpreisindex (CPI) am Dienstag und der Produzentenpreisindex (PPI) am Mittwoch. Der CPI misst, was Verbraucher an der Kasse zahlen, der PPI die Preise am Werkstor. Der PPI läuft der Entwicklung häufig voraus, weil höhere Produktionskosten später in den Ladenpreisen ankommen.
Beide Indikatoren sind seit März wegen des Kriegs mit dem Iran deutlich gestiegen, vor allem infolge der blockierten Straße von Hormus. Durch diese Meerenge wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert.
Als diese Route geschlossen wurde, wuchs die Sorge vor einem erheblichen Ölengpass. Die Ölpreise legten seit Kriegsbeginn um mehr als 70 Prozent zu. Das schlägt sich am Ende in den Preisen für nahezu alles nieder.
Der CPI erreichte im Mai mit 4,2 Prozent den höchsten Stand seit April 2023. Der PPI lag mit 6,5 Prozent sogar auf dem höchsten Niveau seit November 2022.
Damit wurde Inflation plötzlich wieder zu einem großen Problem. In den vergangenen Monaten sind die Ölpreise jedoch wieder kräftig gefallen. Nachdem ein vorläufiges Abkommen im vergangenen Monat die Straße von Hormus wieder geöffnet hatte, notierte Öl Anfang dieses Monats bereits wieder auf dem Vorkriegsniveau.
Nun ist die Waffenruhe jedoch geplatzt, und die Preise ziehen erneut an.
Die Daten dieser Woche beziehen sich auf Juni. Dennoch behalten die Märkte die wieder steigenden Ölpreise und den eskalierenden Konflikt im Blick.
Die US-Notenbank Fed hält den Leitzins seit Dezember unverändert. Wegen der neuen Inflationssorgen rechnet der Markt nicht mehr mit Zinssenkungen, sondern eher mit ein oder zwei Anhebungen. Das macht sichere Staatsanleihen attraktiver und verschärft die Finanzierungsbedingungen.
Niedrigere Daten könnten diese Sorge dämpfen. Entscheidend bleibt am Ende aber vor allem der Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten.
Donald Trump sagte vergangene Woche, die Waffenruhe sei beendet, die diplomatischen Gespräche gingen jedoch weiter. Auf Grundlage des Abkommens aus dem vergangenen Monat, des sogenannten Islamabad Memorandum, bleiben beiden Ländern noch etwa ein Monat für eine endgültige Einigung.
Dieses Abkommen ist eine Absichtserklärung, ein Rahmenwerk – aber kein endgültiger Friedensvertrag. Innerhalb der Frist von 60 Tagen müssen noch zentrale Punkte geklärt werden.
Dazu gehören das iranische Atomprogramm, insbesondere der Anreicherungsgrad und die Bestände an hochangereichertem Uran, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Wiederaufbauplan im Umfang von mindestens 300 Milliarden Dollar.
Heute verteuerte sich Öl erneut um gut 4 Prozent. Seit dem Tief der vergangenen Woche sind die Preise bereits um mehr als 10 Prozent gestiegen.
In den vergangenen Tagen folgten die Angriffe in schneller Abfolge, am Wochenende wurde die Straße von Hormus erneut geschlossen. Das erklärt auch die breiten Verluste an den Märkten an diesem Tag.
Neben den Inflationsdaten stehen weitere Termine an. Am Donnerstag folgen die US-Einzelhandelsumsätze für Juni, ein wichtiger Gradmesser für die Konsumausgaben. Am selben Tag erscheint der Philly-Fed-Index, der die Industrieaktivität im Raum Philadelphia misst.
Am Freitag endet die Woche mit zwei Datenreihen der Universität Michigan: den Inflationserwartungen der Verbraucher und dem Verbrauchervertrauen.
Auch die Berichtssaison nimmt Fahrt auf. In dieser Woche legen rund 10 Prozent der Unternehmen im S&P 500 ihre Quartalszahlen vor.
Im Fokus stehen die großen Finanzkonzerne, darunter JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs und BlackRock. Auch der niederländische Chipausrüster ASML legt am Mittwoch seine Zahlen vor.
Außerdem will Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Halter, heute Nachmittag erneut eine Mitteilung veröffentlichen. Chairman Michael Saylor deutete dies gestern auf der Social-Media-Plattform X an. Aller Wahrscheinlichkeit nach geht es erneut nicht um einen neuen Bitcoin-Kauf.
Vergangene Woche wurde stattdessen ein Bitcoin-Verkauf im Wert von 216 Millionen Dollar angekündigt, um die Dividende mitzufinanzieren. Danach fiel der Bitcoin-Kurs innerhalb kurzer Zeit um rund 1,5 Prozent.
TSMC verzeichnet dank KI-Chips ein starkes Umsatzwachstum. Die weltweite Nachfrage bleibt hoch, während Anleger auf künftige Investitionen achten.
Der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix gab am Freitag sein Debüt an der US-Börse und legte zunächst deutlich zu. Heute verliert die Aktie jedoch mehr als 14 Prozent.
Die Futures an der Wall Street geben deutlich nach, während sich eine Wiederaufnahme des Kriegs mit Iran abzeichnet und der Ölpreis erneut anzieht.
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