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Der Konflikt zwischen OpenAI und Apple verschärft sich. OpenAI hat Apple scharf attackiert, nachdem der iPhone-Konzern dem KI-Unternehmen den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vorgeworfen hatte. Aus Sicht von OpenAI ist Apples Klage aggressiv, unsauber und auffallend persönlich geprägt.
Damit eskaliert ein Streit zwischen zwei Unternehmen, die zuvor noch bei der KI-Integration in Apple-Produkte zusammengearbeitet hatten. Inzwischen stehen sie sich frontal gegenüber.

Apple erklärte im vergangenen Monat, OpenAI habe geheime Informationen zu Hardware-Designs entwendet. Diese sollen für OpenAIs Pläne relevant sein, eigene KI-Geräte für Verbraucher zu entwickeln.
Der Vorwurf berührt einen strategisch wichtigen Punkt. OpenAI drängt zunehmend in Richtung Hardware und Verbraucherprodukte. Die Übernahme von io, dem Designstudio des früheren Apple-Chefdesigners Jony Ive, fügt sich genau in diese Strategie ein.
Damit rückt OpenAI näher an ein Feld heran, auf dem Apple traditionell dominiert: Geräte, Design und Nutzererlebnis.
Apple zufolge arbeiten inzwischen mehr als 400 frühere Apple-Beschäftigte bei OpenAI. Aus Sicht des Konzerns steigt damit das Risiko, dass sensibles Know-how aus Cupertino zum neuen Wettbewerber abwandert.
OpenAI weist die Anschuldigungen zurück. Das Unternehmen verfüge über keine Apple-Geheimnisse und habe daran auch kein Interesse. Apple arbeite mit vagen Vorwürfen und versuche im Nachhinein, seine Darstellung anzupassen, heißt es von OpenAI.
Zudem erklärt OpenAI, Apple habe monatelang keine konkreten Ansprüche geltend gemacht. Nach Darstellung des KI-Unternehmens habe Apple zuvor sogar signalisiert, mögliche Probleme seien gelöst; anschließend sei fünf Monate lang nichts passiert, bis die Klage folgte.
Damit versucht OpenAI, die Deutung des Falls zu drehen. Nicht OpenAI sei nachlässig mit vertraulichen Informationen umgegangen, vielmehr reagiere Apple überzogen auf den Verlust von Talenten und den Aufstieg eines neuen Hardwarekonkurrenten.
In dem Verfahren geht es nicht nur um juristische Details. Der größere Zusammenhang ist, dass Apple und OpenAI zunehmend in die Märkte des jeweils anderen vordringen.
Apple sucht gemeinsam mit Google nach Wegen, Siri im KI-Zeitalter wieder relevant zu machen. OpenAI will dagegen über Software und ChatGPT hinausgehen und arbeitet an Geräten, die KI direkter in den Alltag bringen sollen.
Entsprechend hoch sind die Einsätze. Sollte es OpenAI gelingen, ein erfolgreiches KI-Gerät zu entwickeln, könnte das Unternehmen einen Teil der Kundenbeziehung für sich beanspruchen, die Apple über Jahre kontrolliert hat. Für Apple ist das strategisch heikel.
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