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SK Hynix will 54 Billionen koreanische Won in zwei neue Speicherfabriken investieren. Umgerechnet entspricht das rund 38,1 Milliarden Dollar. Der südkoreanische Chipkonzern macht damit deutlich, dass der KI-Zyklus noch längst nicht ausgereizt ist.
Die enorme Investition fällt in eine Phase, in der die Nachfrage nach Speicherchips regelrecht explodiert. Vor allem High-Bandwidth Memory, kurz HBM, ist für KI-Rechenzentren und Chips von Unternehmen wie Nvidia entscheidend. Ohne ausreichende Speicherkapazitäten können KI-Systeme nicht effizient arbeiten.

SK Hynix stellt 35,2 Billionen Won für eine neue Fabrik in Yongin bereit, die unter dem Namen Y2 entstehen soll. Weitere 19,1 Billionen Won fließen in einen neuen Standort in Cheongju mit der Bezeichnung M17. Die Fabrik in Yongin soll sich auf DRAM konzentrieren und später HBM sowie weitere moderne Speicherprodukte fertigen. Der Bau soll im Juli 2027 beginnen. Der erste Reinraum soll im Juni 2029 in Betrieb gehen.
Die Fabrik in Cheongju ist für NAND-Speicher vorgesehen. Auch dort sieht SK Hynix eine rasch steigende Nachfrage. Der Bau soll im Februar 2027 starten, der erste Reinraum ist für Dezember 2028 geplant. Die Investition wird die aktuellen Engpässe damit nicht kurzfristig beseitigen.
Die zusätzlichen Kapazitäten dürften vor allem ab 2029 auf den Markt kommen.
Die Investition ist die Folge zweier Kräfte: eines begrenzten Angebots und einer enormen Nachfrage. KI-Unternehmen, Cloud-Konzerne und Betreiber von Rechenzentren benötigen immer mehr Speicher. Gleichzeitig ist die Produktionskapazität nicht schnell genug mitgewachsen.
Dadurch haben die Speicherpreise deutlich angezogen. Das erklärt auch, warum sich die Aktien von SK Hynix, Samsung und Micron in diesem Jahr so stark bewegt haben. Anleger setzen darauf, dass die Knappheit länger anhält und Hersteller deshalb hohe Preise durchsetzen können.
Nach Einschätzung von Counterpoint Research wird die neue Investition kurzfristig kaum etwas an der Produktion von SK Hynix ändern. Ab 2029 und darüber hinaus soll das Unternehmen jedoch besser in der Lage sein, Kunden mit sehr großen Abnahmemengen zu beliefern.
SK Hynix investiert auch, weil der Konkurrenzdruck steigt. Samsung hat laut Counterpoint Research im zweiten Quartal die Spitzenposition im DRAM-Markt zurückerobert. Auch Micron investiert weiter. Zudem entwickelt sich das chinesische Unternehmen CXMT zu einem neuen Anbieter, vor allem bei Mainstream-DRAM.
Mehr Angebot bedeutet jedoch nicht automatisch niedrigere Preise. Wenn Samsung, SK Hynix, Micron und CXMT ihre Kapazitäten ausbauen, wächst das weltweite Angebot bis 2028 deutlich. Laut Counterpoint könnte die Nachfrage aber noch schneller zulegen als die geplanten Kapazitäten.

Deshalb könnten die Speicherpreise möglicherweise erst gegen Ende 2028 spürbar nachgeben.
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