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Um Gold und andere Edelmetalle ist es zuletzt auffallend ruhig geworden. Anfang des Jahres sah das noch anders aus. Sowohl Gold als auch Silber erreichten neue Rekordstände, bevor eine deutliche Korrektur einsetzte. Newsbit-Analyst Erik Juffermans hält diesen Rücksetzer für gesund, sieht ihn aber möglicherweise noch nicht abgeschlossen. Was können Anleger in den kommenden Monaten und Jahren erwarten?
Juffermans zufolge bleiben Gold und Silber langfristig attraktive Anlagen. Beide Edelmetalle gelten seit Jahrzehnten als klassischer Schutz vor Inflation, und daran dürfte sich seiner Einschätzung nach auch künftig wenig ändern. Auf längere Sicht hält er neue Allzeithochs daher für wahrscheinlich.
Kurzfristig fällt das technische Bild allerdings weniger positiv aus.
Seit dem jüngsten Hoch ist der Goldpreis deutlich zurückgekommen. Nach einem Hoch von mehr als 5.500 Dollar notiert Gold inzwischen bei rund 4.100 Dollar. Das entspricht einem Rückgang von knapp 30 Prozent. Laut Juffermans bildet der Bereich um 4.100 Dollar derzeit eine wichtige Unterstützung.

Juffermans erwartet, dass Gold von dieser Zone aus in den kommenden Monaten noch eine Erholung in Richtung von etwa 4.500 Dollar zeigen kann, sofern die Unterstützung um 4.100 Dollar hält. Fällt der Kurs darunter, verschiebt sich das nächste technische Kursziel auf rund 3.400 Dollar.
Nach Einschätzung des Analysten wäre ein Rückgang in diesen Bereich auf längere Sicht sogar ein plausibles Szenario. Die entscheidende Frage sei vor allem, ob Gold zuvor noch eine Erholung zeigt, bevor diese Bewegung einsetzt.
Langfristig bleibt Juffermans vorsichtig. Ein neues Allzeithoch dürfte seiner Ansicht nach wohl noch längere Zeit auf sich warten lassen.
Im Sechsmonatschart ist dem Analysten zufolge eine klare Shooting-Star-Formation zu erkennen. Dabei handelt es sich um eine Candlestick mit langem oberen Schatten und kleinem Kerzenkörper am unteren Ende, ein Muster, das häufig als klassisches Topsignal gilt. Gerade auf dieser höheren Zeitebene habe es bislang kaum eine ernsthafte Korrektur gegeben.

Zudem sieht Juffermans im Sechsmonatschart nur wenige wichtige Unterstützungsniveaus. Erst um 2.000 Dollar liege seiner Ansicht nach eine wirklich starke Unterstützungszone. Vorerst betrachtet er das als Worst-Case-Szenario für die kommenden Jahre. Angesichts der anhaltend hohen Inflation hält er die Wahrscheinlichkeit dafür derzeit jedoch für begrenzt.
Bei Silber sieht Juffermans ein ähnliches technisches Bild, allerdings mit noch höherer Volatilität.
Nach einem Hoch von mehr als 120 Dollar hat Silber inzwischen mehr als die Hälfte seines Werts verloren. Aus Sicht des Analysten muss die Korrektur damit noch nicht beendet sein.
Einen Rückgang in Richtung 50 Dollar hält er für plausibel, falls der Abwärtstrend anhält. Auch einen weiteren Rücksetzer in den Bereich um 30 Dollar schließt er auf längere Sicht nicht aus.

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