In der Krypto-Welt richten sich viele Blicke gespannt auf den Clarity Act. Dieses US-Gesetz soll endlich klare Regelungen für Kryptowährungen schaffen. Nach monatelanger Verzögerung gibt es nun optimistischere Signale aus der Politik. Laut Senator Bernie Moreno könnte das Gesetz möglicherweise schon im April verabschiedet werden.

Neue Unterstützung für den Clarity Act

Der Clarity Act kommt scheinbar schneller in Fahrt, als viele Skeptiker nach all den Verzögerungen erwartet hatten. Senator Bernie Moreno äußerte, dass der Kongress das Gesetz möglicherweise bereits im April genehmigen könnte. Dies sagte er in einem Interview mit CNBC.

Was ist der Clarity Act?

Der Clarity Act ist ein US-Gesetzesvorschlag, der klare Regeln für Kryptowährungen schaffen soll. Er bestimmt, wer die Aufsicht über den Kryptosektor hat, ob Kryptos Wertpapiere oder Rohstoffe sind und wie Unternehmen und Verbraucher geschützt werden. Ziel ist es, einen landesweiten Rahmen zu schaffen, anstatt verschiedener einzelstaatlicher Regelungen.

Der Gesetzesvorschlag stockte in den vergangenen Wochen aufgrund politischer Uneinigkeit. Die Demokraten forderten strengere Regeln, höhere Steuern und mehr ethische Kontrolle über den Kryptosektor. Dabei beobachteten sie die Beteiligung von Donald Trump an Krypto mit Skepsis.

Die Republikaner plädierten hingegen für eine lockerere, innovationsfreundliche Politik. Zudem wollen sie der Securities and Exchange Commission (SEC) weniger Macht einräumen.

Auch innerhalb der Finanzbranche herrscht Uneinigkeit. Vor allem Banken sehen die Zinsen auf Stablecoins kritisch, da sie dies als Bedrohung für ihre Spareinlagen betrachten.

Jedoch scheint nun ein Durchbruch in Sicht. “Hoffentlich schon im April,” sagte Moreno gegenüber CNBC. Das Interview fand auf Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago statt. Gemeinsam mit Coinbase-CEO Brian Armstrong sprach Moreno dort mit Vertretern der Finanzbranche und der Politik über einen neuen Kompromiss.

Coinbase sieht wieder einen Weg vorwärts

Coinbase zog sich zuvor aus den Verhandlungen über den Clarity Act zurück. Grund dafür war, dass der Gesetzesvorschlag Stablecoins mit Zinsen verbieten und die SEC als Hauptaufsichtsbehörde einsetzen wollte.

Laut Brian Armstrong, der ebenfalls bei dem Interview anwesend war, gibt es mittlerweile “einen Weg nach vorne, bei dem wir eine Win-Win-Win-Situation erreichen können.” Er spricht von einem “Sieg für den Kryptosektor, die Banken und den amerikanischen Verbraucher.”

Der Widerstand der Banken drehte sich vor allem um das Risiko, dass Zinsen auf Stablecoins Spargelder von traditionellen Banken abziehen könnten. Armstrong erkennt an, dass dies ein heikles Thema war. “Dieses Thema hat uns wirklich in eine Zwangslage gebracht.”

Chancen auf Verabschiedung steigen deutlich

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz 2026 verabschiedet wird, hat erheblich zugenommen. Nach den positiven Entwicklungen schätzt Ripple-CEO Brad Garlinghouse die Wahrscheinlichkeit, dass dies noch dieses Jahr geschieht, auf achtzig Prozent ein.

Auf der dezentralen Prognoseplattform Polymarket stieg die erwartete Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung am Mittwoch zeitweise sogar auf 85 Prozent. Inzwischen ist diese Einschätzung jedoch wieder gesunken und liegt bei 56 Prozent.

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