Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) hat die Entscheidung über mehrere kürzlich eingereichte Anträge auf Bitcoin Spot ETFs erneut verschoben.
SEC verschiebt Genehmigungen
Eine der Anfragen, deren Genehmigung verschoben wurde, stammt von GlobalX. Da GlobalX später in das Rennen eintrat als die Konkurrenten, hat die SEC die Frist für diese Entscheidung auf den 7. Oktober festgelegt. Zudem hat die SEC auch die Entscheidungsfindung über den Ark/21Shares ETF verzögert, die nun für den 11. November angesetzt ist.
„Die Kommission legt den 10. Januar 2024 als das Datum fest, an dem sie die vorgeschlagene Regeländerung genehmigen oder ablehnen wird“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Dokument der SEC. Dies markiert die endgültige Frist, zu der die Behörde den Antrag von Ark annehmen oder ablehnen muss.
Die letzte Verschiebung des Antrags von Ark durch die SEC erfolgte im August. Dies wurde gefolgt von einer Reihe von Verzögerungen bei der Prüfung von Anträgen anderer konkurrierender Unternehmen, die Anfang September stattfinden sollten. BlackRock, der renommierteste der Konkurrenten, hat seinen nächsten Stichtag für den 17. Oktober festgelegt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass auch dieser Termin erneut verschoben wird.
Warum verschiebt die SEC alle Anträge?
Die jüngste Verzögerung durch die SEC erfolgt nachdem eine Gruppe von krypto-unterstützenden Kongressmitgliedern, darunter Tom Emmer und Ritchie Torres, einen Brief an den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler gesandt haben. In diesem Brief drücken sie ihre Besorgnis aus, dass Gensler „nicht weiterhin Bitcoin-Produkte, die am Spotmarkt gehandelt werden, diskriminieren sollte.“
Im vergangenen Monat errang Grayscale einen rechtlichen Sieg gegen die SEC, wobei das Unternehmen argumentierte, die SEC sei „willkürlich und launisch“ bei der Ablehnung ihres Bitcoin ETFs gewesen, während gleichzeitig Futures-ETFs genehmigt wurden. Dieser Sieg hat die Erwartungen der Anleger bezüglich des nächsten Schritts der SEC hochgeschraubt: die Genehmigung eines Spot-ETFs oder das Anfechten des Gerichtsurteils.
Trotz dieser Entwicklungen glaubt James Seyffart, ein ETF-Analyst bei Bloomberg, dass diese Verzögerungen die Chancen auf eine Genehmigung eines solchen Produkts bis Ende des Jahres erhöhen könnten.
Am Dienstag äußerte er auf Twitter die Erwartung, dass bei anderen Anträgen wahrscheinlich ‚Verzögerungen‘ eintreten werden, möglicherweise schon am nächsten Tag oder später in der Woche, da die SEC eine mögliche Schließung der Bundesregierung antizipiert.
Darüber hinaus hat Bitwise, ein weiterer Teilnehmer im Rennen um den Bitcoin ETF, am Dienstag eine Änderung seines Antrags eingereicht. Darin legt das Unternehmen neue Argumente gegen die Begründung der SEC für die Ablehnung von Spot-ETFs vor.
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