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Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine wichtige Sitzung zu neuen Kryptoregeln verschoben. Bei dem für Freitag geplanten Treffen wollte die Behörde Pläne für angepasste Regeln zur Ausgabe bestimmter Krypto-Assets beraten.

Nach Angaben eines Sprechers fällt die Sitzung wegen eines unerwarteten Terminkonflikts aus und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Die Verschiebung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für die US-Kryptobranche. Auch der CLARITY Act, der mehr Klarheit bei Regeln und Aufsicht am Kryptomarkt schaffen soll, hat sich zuletzt im Senat verzögert.

SEC wollte neue Kryptoregeln beraten

Die SEC hatte Anfang der Woche angekündigt, über ein spezielles Regelwerk für bestimmte Anlageverträge im Zusammenhang mit Krypto-Assets sprechen zu wollen. Damit prüft die Behörde, wie sich bestehende Wertpapierregeln besser auf den Kryptomarkt zuschneiden lassen.

Die Sitzung war daher besonders relevant für Kryptounternehmen, die in den USA seit Langem klarere Vorgaben fordern. SEC-Chef Paul Atkins bezeichnet die Ausarbeitung eindeutiger Regeln für digitale Vermögenswerte zudem wiederholt als wichtigste Aufgabe seiner Behörde.

Alle Unsicherheiten kann die SEC jedoch nicht im Alleingang ausräumen. Bei der grundsätzlichen Aufteilung der Aufsicht über den US-Kryptomarkt blickt die Branche vor allem auf den Kongress und den CLARITY Act.

CLARITY Act steckt im politischen Streit fest

Auch dort verzögert sich das Verfahren. Der Senat kam vor der Sommerpause beim CLARITY Act nicht voran.

Ein zentraler Streitpunkt ist eine politische Debatte über Ethikregeln für öffentliche Amtsträger mit finanziellen Interessen an Krypto. Zusätzliche Brisanz erhielt das Thema, nachdem Präsident Donald Trump für 2025 Einnahmen von rund 1,4 Milliarden Dollar aus Aktivitäten rund um Krypto und Memecoins gemeldet hatte.

Vom Tisch ist das Gesetz damit nicht. Der republikanische Mehrheitsführer John Thune hat für die Rückkehr des Senats Mitte September eine Verfahrensabstimmung vorbereitet.

Danach wird die Zeit allerdings knapp. Dem Kongress bleibt nur noch ein vergleichsweise kleines Zeitfenster, um Fortschritte zu erzielen, bevor sich die politische Aufmerksamkeit immer stärker auf die Zwischenwahlen im November verlagert.

September wird richtungsweisend für US-Kryptoregeln

Die Verschiebung bei der SEC fällt angesichts der Ambitionen von Behördenchef Atkins besonders ins Gewicht. Er hat klare Regeln für die Kryptobranche zu einer Top-Priorität gemacht und drängt zugleich den Kongress, beim CLARITY Act voranzukommen.

Vorerst stößt die Branche damit an zwei Fronten auf Verzögerungen. Die SEC muss einen neuen Termin für ihre Sitzung finden, während der Senat den CLARITY Act erst im September wieder aufgreift. Der kommende Monat könnte damit wichtig für die Zukunft der US-Kryptoregeln werden.

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