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Tether hat in diesem Jahr USDT im Wert von fast 550 Millionen Dollar auf Wallets eingefroren, die US-Behörden mit Iran in Verbindung bringen. Der Emittent des weltweit größten Stablecoins arbeitete dabei mit US-Ermittlungsbehörden und der Sanktionsbehörde OFAC zusammen.

Ein großer Teil der Gelder wird von US-Behörden Finanznetzwerken rund um die iranische Zentralbank zugerechnet. Die Sperren zeigen, dass Tether hohe Beträge blockieren kann, sobald Wallets auf Sanktionslisten landen.

Tether sperrt USDT in dreistelliger Millionenhöhe

Einer der größten Eingriffe erfolgte im April. Tether unterstützte die US-Regierung damals dabei, USDT im Wert von mehr als 344 Millionen Dollar auf zwei Adressen einzufrieren. Kurz darauf ordnete OFAC diese Adressen offiziell der iranischen Zentralbank zu.

Im Juli folgte eine weitere große Sperre. Auf vier weiteren Wallets, die von den US-Behörden derselben Sanktionsliste hinzugefügt wurden, fror Tether mehr als 130 Millionen Dollar in USDT ein.

Tether zufolge wurden 2026 insgesamt rund 550 Millionen Dollar in USDT auf Wallets eingefroren, die US-Behörden mit der iranischen Zentralbank und weiteren iranischen Sanktionsnetzwerken verbinden.

Wie kann Tether USDT einfrieren?

USDT läuft zwar auf öffentlichen Blockchains, wird aber zentral von Tether ausgegeben. Dadurch kann das Unternehmen bestimmte Wallet-Adressen auf eine schwarze Liste setzen.

Die USDT auf einer solchen Adresse lassen sich anschließend nicht mehr regulär bewegen. Das unterscheidet USDT von vollständig dezentralen Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), bei denen es keinen zentralen Emittenten gibt, der eine Wallet auf diese Weise sperren kann.

Gleichzeitig bleiben Transaktionen auf öffentlichen Blockchains einsehbar. Ermittlungsbehörden und Analysefirmen können Geldflüsse dadurch nachvollziehen, auch wenn sich allein aus einer Wallet-Adresse nicht automatisch ergibt, welche Person oder Organisation dahintersteht.

USA nehmen iranischen Kryptosektor ins Visier

Die Sperren sind Teil eines breiteren Vorgehens der USA gegen digitale Geldflüsse, die nach Ansicht Washingtons zur Umgehung der Iran-Sanktionen genutzt werden.

Im Juni verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen Nobitex, die größte Kryptobörse Irans. Im September folgte BitBank. Nach Angaben von OFAC wurde die Plattform genutzt, um Bitcoin im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar an die Islamische Revolutionsgarde zu transferieren. Dabei handelt es sich um Vorwürfe der US-Behörden.

Die Vereinigten Staaten haben digitale Vermögenswerte zudem ausdrücklich in Operation Economic Outcast aufgenommen, eine breiter angelegte Sanktionskampagne gegen Finanznetzwerke, die Washington der iranischen Regierung und der IRGC zurechnet.

Tether arbeitet auch außerhalb der Vereinigten Staaten mit Behörden zusammen. Das Unternehmen gibt an, weltweit inzwischen an mehr als 2.900 Ermittlungen beteiligt gewesen zu sein. Diese Zusammenarbeit hat Tether zufolge zur Einfrierung von Guthaben im Wert von mehr als 4,9 Milliarden Dollar geführt.

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