Die enttäuschende Performance von Bitcoin (BTC) hat auch Auswirkungen auf die Spot Exchange Traded Funds (ETFs). Laut Daten der Analyseplattform SoSoValue verzeichneten die Bitcoin ETFs einen Abfluss von satten 1,14 Milliarden $ in den zwei Wochen vor dem 21. Januar. Dies ist der größte Abfluss seit Juni 2024, als Investoren im gleichen Zeitraum 1,12 Milliarden $ aus dem Markt nahmen. Damals bewegte sich Bitcoin lange Zeit seitwärts, bis ein starker Rückgang folgte. Die Frage lautet nun: Was verursacht diesen Abfluss?
Politik der Federal Reserve bremst Marktwachstum
Der Hauptgrund für das Ausbleiben einer neuen Bitcoin-Rallye scheint in der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheit zu liegen. Die Federal Reserve (Fed) spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Trotz der Hoffnungen auf Zinssenkungen hat die Fed noch keine Anzeichen dafür gegeben, dass dies in naher Zukunft geschehen wird.
Obwohl die US-Wirtschaft stärker dasteht als viele erwartet hatten, ist dies ironischerweise eine schlechte Nachricht für Krypto. Bitcoin und andere riskante Assets gedeihen normalerweise in Zeiten niedrigerer Zinsen, wenn das Ausleihen billiger wird und Anleger eher geneigt sind, Kapital in riskantere Märkte zu investieren.
Handelskrieg
Zudem sorgt der anhaltende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China auch für Unsicherheit auf den Märkten. Krypto, ebenso wie die traditionelle Marktwirtschaft, schätzt keine Unsicherheit. Sie führt zu einer abwartenden Haltung, weshalb die Märkte seitwärts tendieren.
Solange Trump seinen Fokus auf diese wirtschaftlichen und geopolitischen Fragen richtet, kann es noch eine Weile dauern, bis sich der Markt wirklich erholt. Auffällig ist, dass dies im Gegensatz zu seinen Versprechungen steht, eine pro-Krypto-Politik zu verfolgen. Obwohl sicherlich Schritte in diese Richtung unternommen wurden, wie der Entlassung von Securities and Exchange Commission (SEC)-Vorsitzendem Gary Gensler und einer Untersuchung von Bitcoin als nationale Krypto-Reserve, bleiben die tatsächlichen Auswirkungen auf den Sektor vorerst aus.
Langfristiges Vertrauen
Es gibt jedoch eine wichtige und positive Anmerkung: Die derzeitige Unsicherheit scheint vor allem eine kurzfristige Angelegenheit zu sein. Langfristig sind die bullishen Trends weiterhin klar sichtbar. So setzt Strategy, früher bekannt als MicroStrategy, seine aggressive Bitcoin-Strategie unvermindert fort. Michael Saylor bestätigte am Sonntag, dass eine neue Investition geplant sei, wahrscheinlich finanziert durch die kürzliche Ausgabe von Anleihen im Wert von 2 Milliarden $.
Zudem befindet sich BTC immer noch in einem Aufwärtstrend, wenn wir aus der Ferne blicken. Letzten Sommer war die digitale Währung beispielsweise noch 53.000 $ wert. Etwa sechs Monate später liegt der Token immer noch bei einem Gewinn von 80 %.
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