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Bitcoin-Miningunternehmen entwickeln sich rasant zu einem wichtigen Baustein der KI-Industrie. Nach Einschätzung des Vermögensverwalters Bernstein verfügen sie genau über das, was Entwickler künstlicher Intelligenz derzeit am dringendsten benötigen: große Stromkapazitäten und bestehende Rechenzentren.
Neue KI-Verträge haben inzwischen einen Gesamtwert von rund 150 Milliarden Dollar.
Laut Bernstein wurde im Juli nahezu jede Woche eine neue KI-Vereinbarung eines Bitcoin-Miningunternehmens bekannt gegeben. Zusammen stehen diese Verträge inzwischen für mehr als 7,5 Gigawatt an Stromkapazität.
Die Analysten sehen Strom als größten Engpass für das weitere Wachstum der KI. Rechenzentren, in denen fortgeschrittene KI-Modelle entwickelt und betrieben werden, benötigen enorme Energiemengen. Geeignete Standorte mit ausreichender Netzkapazität werden dadurch immer knapper.
Davon profitieren Bitcoin-Miner. Viele Unternehmen verfügen bereits über leistungsstarke Netzanschlüsse und Rechenzentren, die ursprünglich für groß angelegtes Bitcoin-Mining gebaut wurden. Diese Infrastruktur lässt sich vergleichsweise einfach für KI-Anwendungen nutzen.
Nach Einschätzung von Bernstein wird diese Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen. Der Bau neuer KI-Rechenzentren in den Vereinigten Staaten verzögert sich zunehmend durch Genehmigungsverfahren und Widerstand vor Ort.
Mehrere Bitcoin-Miner kündigten in den vergangenen Wochen große KI-Projekte an. Hut 8 schloss etwa einen Mietvertrag über 15 Jahre für einen KI-Rechenzentrumscampus ab, während IREN neue Cloud-Verträge mit Entwicklern von KI-Anwendungen vereinbarte.
Auch MARA Holdings baut sein KI-Geschäft mit einem neuen Standort in Texas aus. TeraWulf hatte zuvor eine langfristige Vereinbarung mit dem KI-Start-up Anthropic geschlossen, Bitdeer investiert inzwischen in KI-Cloudservices und High Performance Computing.
Laut Bernstein steigt die Nachfrage nach bestehenden Mining-Standorten weiter, weil neue KI-Rechenzentren immer häufiger auf politischen und gesellschaftlichen Widerstand stoßen.
So sprach sich der demokratische Senatskandidat James Talarico in Texas in dieser Woche für strengere Genehmigungsverfahren und die Abschaffung von Steuervorteilen für KI-Rechenzentren aus. Zudem gibt es Kritik am hohen Energie- und Wasserverbrauch dieser Standorte.
Nach Einschätzung von Bernstein entwickeln sich Bitcoin-Miner dadurch zunehmend von reinen Krypto-Minern zu strategischen Anbietern digitaler Infrastruktur für die schnell wachsende KI-Branche.
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