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Bitcoin (BTC) könnte deutlich mehr Datenschutz erhalten, ohne dass dafür die Regeln des Netzwerks geändert werden müssen. Forscher von Alloc Init haben ein System entwickelt, mit dem Transaktionsbeträge sowie Informationen über Sender und Empfänger verborgen bleiben können.
Der Vorschlag trägt den Namen Shielded Bitcoin und nutzt Verfahren, die von der Privacy-Coin Zcash bekannt sind. Besonders interessant ist der Ansatz, weil dafür keine Soft Fork nötig sein soll.
Shielded Bitcoin setzt auf Zero-Knowledge-Proofs. Damit lässt sich nachweisen, dass eine Transaktion gültig ist, ohne alle Informationen über diese Transaktion offenzulegen.
So kann das System prüfen, ob jemand über ausreichend Guthaben verfügt und ob derselbe Betrag nicht doppelt ausgegeben wird, während sensible Daten verborgen bleiben.
Der Ansatz ähnelt stark dem von Zcash, weist aber einen entscheidenden Unterschied auf. Shielded Bitcoin erhält keine eigene Blockchain. Das System soll vielmehr auf Bitcoin aufsetzen.
Nach Angaben der Forscher müssten sich dadurch die zentralen Konsensregeln von Bitcoin nicht ändern. Separate Software prüft die zusätzliche Datenschutzschicht, während das Bitcoin-Netzwerk selbst weiterhin wie gewohnt Transaktionen verarbeitet.
Das könnte ein großer Vorteil sein. Größere Änderungen an Bitcoin erfordern in der Regel breite Unterstützung von Minern, Entwicklern und Nutzern. Shielded Bitcoin versucht, diesen Prozess zu umgehen.
Dennoch erhält Bitcoin durch diese Technologie nicht automatisch denselben Datenschutz wie Zcash.
Ein wichtiger Unterschied ist die sogenannte Anonymitätsmenge. Je größer die Gruppe der Nutzer und Transaktionen innerhalb eines Datenschutzsystems ist, desto schwieriger wird es, einzelne Zahlungen zu identifizieren.
Zcash baut diese Anonymitätsmenge bereits seit Jahren auf. Shielded Bitcoin müsste ganz von vorn beginnen.
Vor allem am Anfang könnte das eine Schwachstelle sein. Wenn nur wenige Menschen das System nutzen, können Muster in den Transaktionen dennoch Informationen preisgeben.
Die Forscher räumen dieses Problem ein. Entscheidend sei nicht nur, wie viel Kapital sich im System befindet, sondern vor allem, wie viele unterschiedliche Nutzer und Transaktionen daran teilnehmen.
Shielded Bitcoin befindet sich derzeit noch in der Forschungsphase. Konkrete Pläne für eine breite Einführung der Technologie gibt es daher noch nicht.
Zudem ist das System noch nicht gegen künftige leistungsstarke Quantencomputer abgesichert. Auch dazu läuft weitere Forschung.
Trotzdem ist der Ansatz bemerkenswert. Bitcoin steht seit Jahren in der Kritik, weil Transaktionen auf der Blockchain öffentlich nachverfolgbar sind. Shielded Bitcoin will dieses Problem angehen, ohne die Grundlage des Netzwerks zu verändern.
Ob Nutzer die Technologie am Ende auch in großem Umfang einsetzen, bleibt abzuwarten. Sollte das System wie vorgesehen funktionieren, könnte es zu einem der größeren Datenschutz-Upgrades rund um Bitcoin werden, ohne dass Bitcoin selbst grundlegend verändert werden muss.
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