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Die drei größten Banken Japans schließen sich für eine gemeinsame Stablecoin zusammen. MUFG, Mizuho und SMBC planen, die digitale Währung noch im laufenden Geschäftsjahr herauszubringen, das Ende März 2027 endet.
Damit folgen sie einem Trend, der weltweit an Fahrt aufnimmt. Von Europa bis Hongkong setzen Großbanken verstärkt auf Stablecoins.
Die Banken gaben die Neuigkeit am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Sie geben die Stablecoin über eine Treuhandkonstruktion aus: Die drei agieren gemeinsam als Initiatoren und eine Treuhandbank verwaltet die Währung.
Die ersten echten Transaktionen sollen noch in diesem Geschäftsjahr erfolgen, „mit Blick auf den möglichen Einsatz von Stablecoins in einem breiten Spektrum von Anwendungen“, so die Erklärung.
Für die Umsetzung gründen die Banken einen gemeinsamen Rat, der die Regeln und die Aufsicht ausarbeiten soll.
In den vergangenen Monaten nahm der Plan bereits Gestalt an. Im Oktober starteten die Banken mit einem Pilotprojekt und erhielten im November grünes Licht von der Aufsichtsbehörde FSA.
Japan öffnete bereits 2023 die Türen. Damals passte das Land sein Zahlungsrecht an und führte die Kategorie ‚elektronische Zahlungsmittel‘ ein. Seitdem dürfen Banken und Lizenzinhaber Stablecoins herausgeben.
Anfang dieses Monats forderte auch die Regierungspartei LDP dazu auf, Yen-Stablecoins aktiv zu fördern.
Der Stablecoin-Markt wächst rasant und weltweit drängen immer mehr Finanzakteure in diesen Bereich.
In Europa arbeitet das Konsortium Qivalis an einer Euro-Stablecoin mit Sitz in Amsterdam.
Was mit neun Banken begann, umfasst mittlerweile 37 Institute aus 15 Ländern, darunter die niederländischen ABN Amro und Rabobank. Der Start ist für die zweite Jahreshälfte geplant, sobald De Nederlandsche Bank eine Lizenz erteilt.
Die französische Bank Société Générale ist schon weiter: Sie hat bereits eine eigene Euro-Währung und seit kurzem auch eine Dollar-Stablecoin.
In Hongkong erhielten HSBC und Standard Chartered die ersten Lizenzen. HSBC plant, seine Währung noch in diesem Jahr mit der Bezahl-App PayMe zu verknüpfen, die 3,3 Millionen Nutzer zählt.
Auch in den USA tut sich etwas. SoFi wurde dort die erste Bank mit einer eigenen Stablecoin, während PNC, Citi und Wells Fargo gemeinsam eine Initiative über Zelle-Mutter Early Warning Services erkunden.
Vergangene Woche wählte Wall Street einen anderen Weg. JPMorgan, Citigroup, Bank of America und Wells Fargo entwickeln ein eigenes tokenisiertes Zahlungsnetzwerk, das in der ersten Hälfte 2027 starten soll.
Dabei geht es nicht um Stablecoins, sondern um tokenisierte Einlagen. Das ist ein gewöhnliches Bankguthaben, das als digitaler Token auf einer Blockchain erfasst wird.
Der Unterschied ist fein, aber bedeutend. Bei einer Stablecoin kauft man eine separate Währung, bei einer tokenisierten Einlage bleibt das Geld bei der Bank.
Die Banken sehen dies auch als Verteidigungsmaßnahme. Sie fürchten, dass Spareinlagen zu Stablecoins abfließen und wollen dem entgegenwirken.
Auf dem Stablecoin-Markt hat der Yen noch wenig zu melden. Dollarmünzen dominieren: Tether (USDT) und Circle (USDC) halten zusammen 84 Prozent.
An den Yen gekoppelte Währungen sind zusammen weniger als 50 Millionen Dollar wert, bei einem Gesamtmarkt von 311 Milliarden Dollar. Der bekannteste ist JPYC, der etwa 18 Millionen Dollar ausmacht.
Dennoch kommt Bewegung in den Markt. Mit den drei Großbanken gewinnt der Yen an Gewicht.
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In Europa arbeiten immer mehr Banken an eigenen Stablecoins. Nun gibt auch die zweitgrößte Bank Frankreichs mit EURXT einen Euro-Stablecoin auf Ethereum aus.
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