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Internationale Bedenken über die Risiken von Stablecoins und verschärfte Aufsicht in Europa dominieren die weltweiten Krypto-Nachrichten. Die Europäische Kommission plant die Zentralisierung der Aufsicht über Kryptounternehmen, während der IWF und Südafrika vor systemischen Risiken warnen. Auch in den USA gibt es regulatorische Fortschritte.
Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag unterbreitet, die Aufsicht über Kryptounternehmen einer einzigen Behörde zu übertragen: der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA). Der Plan ist Teil einer umfassenderen Reform der europäischen Marktaufsicht. Frankreich, Italien und Österreich unterstützen den Vorschlag, da sie der Meinung sind, dass die MiCA-Normen derzeit zu uneinheitlich in den Mitgliedstaaten angewendet werden.
Wird der Vorschlag angenommen, würde die ESMA die Aufsicht über sogenannte Crypto-Asset Service Providers (CASPs) sowie Handelsplattformen, zentrale Gegenparteien (CCPs) und Verwahrstellen übernehmen. Dies würde die Fragmentierung der Aufsicht innerhalb der EU erheblich reduzieren.
Noch bevor die Reform abgeschlossen ist, gehen europäische Banken bereits eigenständig voran. Zehn große Banken, darunter BNP Paribas, ING und Danske Bank, kündigten die Gründung von Qivalis an: ein Unternehmen, das 2026 einen eurogedeckten Stablecoin einführen möchte. Der Hauptsitz wird in Amsterdam sein.
Nach Aussage von CEO Jan-Oliver Sell sollen Stablecoins europäischen Unternehmen und Verbrauchern mehr Autonomie und Benutzerfreundlichkeit bei digitalen Zahlungen bieten. „Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Transaktionen in der eigenen Währung,“ so Sell.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, in dem Stablecoins als potenzielles Risiko für anfällige Finanzsysteme genannt werden. Zu den Gefahrenpunkten zählen laut IWF unter anderem Kursvolatilität, Bankentrennung, grenzüberschreitende Währungssubstitution und Unsicherheit im Falle von Insolvenz der Emittenten.
Südafrika teilt diese Bedenken. Die Zentralbank des Landes erklärt, dass die bestehende Gesetzgebung unzureichend sei, um Stablecoin-Emittenten effektiv zu regulieren. Es werden Gesetzesvorschläge erarbeitet, die die grenzüberschreitende Nutzung von Krypto unter Aufsicht stellen und die Wechselgesetzgebung anpassen sollen.
Auch in den Vereinigten Staaten gibt es Entwicklungen im Bereich der Regulierung. Die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC hat die Genehmigung erteilt, Spot-Krypto-Produkte an Terminmärkten zu handeln. Laut Vorsitzender Caroline Pham bringt dies die Produkte auf „sichere amerikanische Märkte“. Die Genehmigung folgt auf Empfehlungen des Weißen Hauses und enge Zusammenarbeit mit der SEC.
Die internationale Bewegung rund um die Krypto-Regulierung verdeutlicht, dass Stablecoins und Kryptoplattformen zunehmend unter die Lupe genommen werden. Besonders der Mangel an einheitlicher Aufsicht bereitet Politikern weltweit Sorgen.
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