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Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis hat eine Partnerschaftsvereinbarung mit der südkoreanischen Nationalpolizei geschlossen, um die Bekämpfung von Cyberkriminalität im Kryptobereich zu intensivieren. Ziel der Vereinbarung ist es, die Ermittlungs- und Aufdeckungsfähigkeiten der Polizei zu verbessern, da die Bedrohung durch Cyberangriffe und Geldwäsche mit Kryptowährungen weltweit weiter zunimmt.

Chainalysis gab bekannt, dass eine entsprechende Absichtserklärung mit der koreanischen Nationalpolizei (KNPA) unterzeichnet wurde. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhalten südkoreanische Ermittler Zugang zu spezialisierten Schulungen, Zertifizierungsprogrammen und praxisorientierten Ausbildungen im Bereich der Blockchain-Forschung.

Südkorea im Visier nordkoreanischer Hacker

Ein wesentlicher Grund für die Vereinbarung ist die anhaltende Bedrohung durch nordkoreanische Hackergruppen. Diese Gruppen werden regelmäßig mit groß angelegten Angriffen auf Kryptobörsen, Blockchain-Projekte und andere Unternehmen der Kryptobranche in Verbindung gebracht.

Laut Chainalysis steht die südkoreanische Polizei seit Jahren an vorderster Front im Kampf gegen diese Cyberbedrohungen. Ryan Kwon, der südkoreanische Direktor von Chainalysis, betont jedoch, dass die Zusammenarbeit breiter angelegt ist als nur die Bekämpfung nordkoreanischer Aktivitäten. „Obwohl durch Nordkorea gesteuerte Angriffe verständlicherweise ein Schwerpunkt der nationalen Sicherheit sind, ist diese Partnerschaft nicht um eine einzelne Bedrohung herum aufgebaut. Es geht grundlegend darum, institutionelle Kapazitäten aufzubauen”, so Kwon.

Die Auswirkungen der nordkoreanischen Cyberkriminalität sind erheblich. Allein im April wurden durch Angriffe auf Kelp DAO und Drift Protocol mehr als 578 Millionen Dollar an Kryptowährungen gestohlen. Untersuchungen des Cybersicherheitsunternehmens CrowdStrike zeigen zudem, dass nordkoreanische Hacker im Jahr 2025 weltweit für Kryptoverluste in Höhe von etwa 2 Milliarden Dollar verantwortlich waren. Das ist ein Anstieg von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr Expertise für Untersuchungen zu Kryptobetrug

Da Kriminelle zunehmend Kryptowährungen nutzen, um Geld international zu verschieben oder zu waschen, sind entsprechende Untersuchungen komplexer geworden. Dadurch werden die Untersuchungen komplexer und eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern immer wichtiger.

Laut Chainalysis benötigen Ermittlungsbehörden daher Zugriff auf weltweite Daten über verdächtige Transaktionen und illegale Geldströme. „Um diese Fälle effektiv zu untersuchen, benötigen koreanische Ermittler globale Einblicke in illegale Geldströme”, erklärt das Unternehmen.

Die neue Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass südkoreanische Ermittler besser in der Lage sind, verdächtige Kryptotransaktionen zu verfolgen und internationale kriminelle Netzwerke aufzudecken.

Frühere Erfolge bei internationalen Untersuchungen

Chainalysis unterstützt die südkoreanischen Behörden bereits seit mehreren Jahren bei Ermittlungen zu kryptobezogenen Verbrechen. Diese Zusammenarbeit hat bereits zu konkreten Ergebnissen geführt.

So zerschlug die Polizei in Seoul im September des vergangenen Jahres eine internationale Hackerorganisation, die schätzungsweise 30 Millionen Dollar erbeutet hatte. Die Ermittlungen begannen in Südkorea, führten jedoch schließlich zu Verdächtigen in Thailand. Mithilfe von Blockchain-Analysen konnten die Ermittler die Geldströme verfolgen und die Beteiligten identifizieren.

Neue Taskforce gegen Geldwäsche

Diese Ankündigung erfolgte wenige Wochen, nachdem die südkoreanische Polizei eine spezielle Taskforce ins Leben gerufen hat, um Geldwäsche über Kryptowährungen zu bekämpfen. Die sogenannte „Money Laundering Eradication Task Force” wird von der „Economic Crime Investigation Division” geleitet und vereint mehrere Regierungsstellen.

Mithilfe von fortschrittlicher Blockchain-Analyse, spezialisierten Schulungen und internationaler Zusammenarbeit will Südkorea den Kampf gegen Kryptokriminalität weiter intensivieren.

Da Cyberkriminelle zunehmend digitale Vermögenswerte nutzen, um gestohlenes Geld zu verschieben und zu waschen, investieren Regierungen weltweit in neue Technologien und Expertise. Die Zusammenarbeit zwischen Chainalysis und der südkoreanischen Polizei fügt sich in diesen breiteren Trend ein und unterstreicht die wachsende Bedeutung der Blockchain-Analyse bei der modernen Kriminalitätsbekämpfung.

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