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Ein neues Kryptogesetz im US-Bundesstaat Arizona zeigt erste konkrete Wirkung. Dutzende Opfer, die über Krypto-Geldautomaten betrogen wurden, haben ihr Geld vollständig zurückerhalten. Insgesamt geht es um mehr als 171.000 Dollar.

Die Regelung schützt vor allem Menschen, die einen Krypto-Geldautomaten erst seit Kurzem nutzen. Allerdings gilt eine zentrale Voraussetzung: Betroffene müssen den Betrug innerhalb von 30 Tagen melden.

Neues Kryptogesetz bringt Opfern ihr Geld zurück

Seit die neuen Vorschriften im September 2025 in Kraft getreten sind, haben 35 Opfer zusammen 171.332 Dollar zurückerhalten. Das teilte das Büro der Generalstaatsanwältin von Arizona am Mittwoch mit.

Die Rückzahlungen sind durch den Gesetzentwurf 2387 möglich, der am 26. September 2025 in Kraft trat. Das Gesetz soll vor allem neue Nutzer von Krypto-Geldautomaten besser vor Betrug schützen.

Über einen solchen Automaten, auch Krypto-Kiosk genannt, können Nutzer zum Beispiel Bitcoin (BTC) kaufen oder versenden. Betrüger nutzen das aus, indem sie Opfer unter Druck setzen, Geld zu überweisen. Sie geben sich etwa als Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Behörde aus und behaupten, eine Zahlung sei dringend erforderlich.

Bei Krypto ist das besonders riskant, weil ausgeführte Transaktionen in der Regel nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden können.

Das neue Gesetz verpflichtet Betreiber deshalb in bestimmten Fällen, neuen Kunden den vollständigen Betrag zu erstatten, wenn sie durch Betrug zu einer Transaktion veranlasst wurden. Auch gezahlte Transaktionsgebühren können erstattet werden.

Opfer haben nur 30 Tage Zeit

Wer sein Geld zurückerhalten will, muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. Die betrügerische Transaktion muss innerhalb von 30 Tagen sowohl beim Betreiber des Krypto-Geldautomaten als auch bei der Generalstaatsanwaltschaft von Arizona oder einer anderen Strafverfolgungsbehörde gemeldet werden.

Außerdem muss der Betreiber einen offiziellen Bericht erhalten, aus dem hervorgeht, dass der Nutzer durch Betrug zur Ausführung der Transaktion bewegt wurde.

Der Schutz gilt ausdrücklich für neue Kunden. Nach dem Gesetz fällt darunter, wer seit weniger als zehn Tagen Kunde des jeweiligen Betreibers ist.

Für diese Gruppe gilt zudem ein niedrigeres Transaktionslimit pro Tag. Neue Kunden dürfen über einen Krypto-Geldautomaten höchstens 2.000 Dollar pro Tag abwickeln. Für bestehende Kunden liegt die Grenze bei 10.500 Dollar.

Diese Begrenzung soll verhindern, dass Opfer innerhalb kurzer Zeit hohe Beträge verlieren. Die 35 bislang entschädigten Personen erhielten im Schnitt rund 4.900 Dollar pro Person zurück.

Generalstaatsanwältin Kris Mayes ruft Betroffene deshalb dazu auf, möglichst schnell zu handeln. Wer länger als 30 Tage wartet, um den Betrug zu melden, kann den Anspruch auf vollständige Erstattung verlieren.

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