Eine große Zahl von Spendern des US-Präsidenten Donald Trump hat seit seiner Wiederwahl vorteilhafte Entscheidungen und politische Kurswechsel erhalten. Das berichtet die britische Wirtschaftszeitung Financial Times auf Grundlage eigener Recherchen.
Trump-Spender erhalten politische Rückendeckung
Nach Angaben der Zeitung haben mindestens dreißig Personen und Unternehmen, die gemeinsam mehr als 116 Millionen Dollar an Trumps Kampagnen und verbundene Fonds spendeten, von Entscheidungen des Weißen Hauses profitiert. Es geht unter anderem um Einstellung von Klagen, präsidentielle Begnadigungen und Anpassungen in der Regulierung.
Zu den Spendern zählen bekannte Namen aus dem Kryptosektor, Technologieinvestoren sowie große Versicherungs- und Tabakkonzerne. So soll der Börsengang der Krypto-Plattform Gemini erleichtert worden sein, nachdem die Securities and Exchange Commission (SEC) eine Untersuchung beendet hatte – kurz nachdem die Gründer Cameron und Tyler Winklevoss Millionen gespendet hatten. Auch das Unternehmen Coinbase erhielt Erleichterungen nach einer Spende seiner Gründer und Investoren.
Auch andere Branchen profitieren
Neben dem Kryptosektor werden auch traditionelle Branchen genannt. So spendete der Tabakhersteller RAI Services zehn Millionen Dollar, woraufhin die Regierung ein Verbot von Mentholzigaretten strich. Auch ein großer Krankenversicherer profitierte von höheren Tarifen, nachdem Geld an Trumps Super PAC geflossen war.
Es gibt keine Belege für Bestechung oder illegale Absprachen, doch Ethikbeobachter nennen das Ausmaß der Vergünstigungen beispiellos. Sie sprechen von einem „offen transaktionalen“ Führungsstil. Das Weiße Haus bestreitet jede Form der Sonderbehandlung und betont, Entscheidungen würden ausschließlich im Interesse des amerikanischen Volkes getroffen.
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