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Changpeng ‘CZ’ Zhao war einst das Gesicht eines der größten Kryptounternehmen der Welt, Binance. Doch nach einer Verurteilung verschwand er ab 2023 aus dem Rampenlicht. Nun kursieren in Washington jedoch Berichte, die eine Rückkehr Zhaos zu Binance möglich erscheinen lassen.
Das Weiße Haus soll eine präsidentielle Begnadigung für Binance-Gründer Changpeng Zhao erwägen. Das berichtet der US-Journalist Charles Gasparino unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Ex-Chefs.
„Trump neige zu einer Begnadigung“, so Gasparino. Nach seinen Quellen halten mehrere Trump-Insider das Verfahren gegen Zhao für „schwach“ und finden, die verhängte viermonatige Haftstrafe sei ungerechtfertigt gewesen.
Ende 2023 bekannte sich CZ schuldig, gegen den Bank Secrecy Act (BSA) verstoßen zu haben, ein US-Gesetz zur Verhinderung von Geldwäsche. Er zahlte 50 Millionen US-Dollar Strafe und hat seine Haft inzwischen verbüßt.
Eine mögliche Begnadigung könnte ihm den Weg für eine Rückkehr zu Binance ebnen. Zhao ist zudem weiterhin der größte Anteilseigner der Börse.
CZ gründete Binance 2017. Die Börse wuchs anschließend zur größten Kryptobörse der Welt heran. Doch 2023 geriet sie unter Beschuss.
US-Behörden warfen Binance gravierende Defizite bei den Anti-Geldwäsche-Maßnahmen und die Missachtung von Sanktionen vor. Im November 2023 einigte sich das Unternehmen auf einen Vergleich über 4,3 Milliarden US-Dollar. Im Zuge dessen trat CZ als CEO zurück.
Im Gegensatz zu anderen Fällen im Kryptosektor, etwa dem Betrugsverfahren gegen Sam Bankman-Fried von FTX, wurde CZ nicht des Betrugs beschuldigt. Nach seiner Haftzeit konzentriert sich Zhao eigenen Angaben zufolge auf Bildung und Investments. Über seinen Investmentfonds YZi Labs steckte er kürzlich noch 1 Milliarde US-Dollar in das BNB-Ökosystem.
Für Donald Trump wäre es nicht das erste Mal, dass er prominenten Köpfen der Kryptobranche Gnade gewährt. Zuvor erhielten die Gründer der Kryptobörse BitMEX, darunter Arthur Hayes, bereits eine Begnadigung, nachdem sie wegen ähnlicher Verstöße gegen den Bank Secrecy Act verurteilt worden waren.
Auch Ross Ulbricht, der Gründer des illegalen Marktplatzes Silk Road, wurde begnadigt. Auf der Plattform konnten Nutzer unter anderem Drogen und andere verbotene Waren mit Bitcoin (BTC) kaufen. Ein Großteil der beschlagnahmten Coins wurde später übrigens der strategischen Bitcoin-Reserve der US-Regierung hinzugefügt.
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