Der Verkauf der europäischen Niederlassung von FTX, dem ehemaligen Krypto-Imperium von Sam Bankman-Fried, scheint weniger klar zu sein als gedacht. Obwohl Backpack Exchange, eine von ehemaligen FTX-Mitarbeitern gegründete Plattform, behauptet, die Vermögenswerte übernommen zu haben, stellt die amerikanische FTX-Fondsverwaltung fest, dass die Eigentumsübertragung noch nicht abgeschlossen ist.
Konfliktierende Ansprüche bezüglich des Eigentums
Backpack Exchange gab bekannt, dass es die europäische Niederlassung von FTX für 32,7 Millionen Dollar gekauft hat. Die Plattform, gegründet von Patrick Gruhn und Robin Matzke, ehemaligen Mitarbeitern von FTX und Alameda Research, behauptete, dass die Übernahme die Derivatestrategie in Europa erweitern würde.
Die FTX-Fondsverwaltung in den USA bestreitet jedoch, dass die Aktien übertragen wurden. Laut einer Pressemitteilung vom Mittwoch bleibt 100 % des Aktienkapitals von FTX EU im Besitz von FTX Europe AG, einer Tochtergesellschaft von FTX. Die zuvor angekündigte Aktienübertragung an Gruhn und Matzke habe noch nicht stattgefunden.
Reaktion von Backpack Exchange
Backpack Exchange widerlegt diese Behauptung und gibt an, dass die Transaktion im Mai abgeschlossen wurde. Das Unternehmen erklärte, dass Zahlungen an die FTX-Fondsverwaltung gemäß den Bedingungen des Verkaufs erfolgt sind. Darüber hinaus behauptet Backpack, dass die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) die Transaktion im letzten Monat genehmigt habe.
„Nach dieser Genehmigung ist die FTX-Fondsverwaltung verpflichtet, die Aktien gemäß der vom Gericht genehmigten Verkaufsvereinbarung zu übertragen“, heißt es in einer Erklärung von Backpack.
Juristischer Stillstand
Patrick Gruhn, einer der Gründer von Backpack Exchange, bestätigte, dass sein Anwalt am Montag die Genehmigung der zypriotischen Aufsichtsbehörde an FTX gemeldet habe. Bislang habe er jedoch keine Reaktion von der FTX-Fondsverwaltung erhalten. FTX-Anwälte haben auch nicht auf Anfragen zur Stellungnahme reagiert.
Zukünftige Schritte
Der Konflikt über das Eigentum von FTX EU zeigt, wie kompliziert die Abwicklung des bankrotten Krypto-Giganten bleibt. Der juristische Prozess wird voraussichtlich fortgesetzt, während sowohl Backpack Exchange als auch die FTX-Fondsverwaltung versuchen, ihre Ansprüche zu stärken. Investoren und Aufsichtsbehörden beobachten gespannt, wie sich dieser Fall weiterentwickelt.
Südafrika schafft mehr Klarheit bei der Krypto-Besteuerung
Die südafrikanische Steuerbehörde (SARS) hat neue Richtlinienentwürfe zur Besteuerung von Kryptoassets veröffentlicht.
Indiens Zentralbank fordert erneut härteren Kurs gegen Krypto
Die Reserve Bank of India (RBI) will das Engagement von Banken und anderen Finanzinstituten in Kryptowährungen weiter begrenzen.
Irland beschlagnahmt erneut 500 Bitcoin im Wert von 27 Millionen Euro
Das irische Criminal Assets Bureau (CAB), die Behörde zur Abschöpfung krimineller Vermögen, hat erneut 500 Bitcoin beschlagnahmt.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
