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Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins am Mittwoch erneut unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Auffällig ist, dass drei Währungshüter gegen den Beschluss stimmten und stattdessen eine sofortige Zinserhöhung forderten. Damit treten die Differenzen innerhalb der Fed im Umgang mit der hartnäckigen Inflation deutlicher zutage.
Neun Mitglieder votierten für stabile Zinsen, während Lorie Logan, Beth Hammack und Neel Kashkari eine Erhöhung befürworteten. Es ist die fünfte Zinssitzung in Folge ohne Änderung des Leitzinses und die erste Entscheidung seit dem Amtsantritt von Kevin Warsh als Fed-Chef, die nicht einstimmig ausfiel.
Der Stimmungswechsel ist bemerkenswert. Bei der vorherigen Sitzung im Juni hatte das Komitee noch geschlossen für unveränderte Zinsen gestimmt. Viele Analysten hatten im Vorfeld damit gerechnet, dass es diesmal höchstens zwei Gegenstimmen geben würde. Am Ende sprachen sich drei Fed-Vertreter für eine Zinserhöhung aus.
Logan und Hammack hatten sich in den vergangenen Wochen bereits für eine straffere Geldpolitik ausgesprochen. Logan warnte zuletzt, die Teuerung verharre seit geraumer Zeit auf einem zu hohen Niveau. Auch Neel Kashkari schloss sich in dieser Sitzung dem Lager an, das wegen der Inflation höhere Zinsen für gerechtfertigt hält.
Die Abstimmung zeigt, dass eine wachsende Gruppe innerhalb der Fed höhere Zinsen für nötig hält, um die Inflation wieder auf das Ziel von zwei Prozent zu bringen. Zwar ließ die Mehrheit den Leitzins unverändert, doch drei Währungshüter stimmten für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt.
Fed-Vertreter betonen, dass das aktuelle Zinsniveau vorerst angemessen sei. Zugleich machten sie in den vergangenen Wochen deutlich, dass sie zu einer weiteren Anhebung bereit wären, falls die Inflation nicht ausreichend nachlässt. Die jüngsten Turbulenzen am Ölmarkt und neue Handelszölle nähren die Sorge, dass der Preisdruck länger erhöht bleiben könnte.
An den Finanzmärkten richtet sich der Blick nun auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh, die um 20.30 Uhr deutscher Zeit beginnt. Anleger erhoffen sich dort mehr Klarheit über den Zinspfad der kommenden Monate. Zudem werden am Donnerstag neue Inflationsdaten veröffentlicht, die für die Zinsentscheidung der nächsten Fed-Sitzung eine wichtige Rolle spielen könnten.
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