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NEAR Intents hat die gesamten 3,8 Millionen Dollar zurückerhalten, die bei einem Sicherheitsvorfall gestohlen wurden. Die Kryptoplattform konnte die verantwortliche Person identifizieren und setzte ihr anschließend eine Frist von 48 Stunden, um das Geld zurückzuzahlen.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag und zwang NEAR Intents, den Betrieb vorübergehend einzustellen. Anschließend untersuchte die Plattform die Ursache des Angriffs und den Verbleib der gestohlenen Kryptowährungen.

NEAR Intents setzt Angreifer ein Ultimatum

Einen Tag nach dem Angriff gelang ein wichtiger Durchbruch. NEAR Intents teilte am Freitag mit, die verantwortliche Person sei identifiziert worden. Sie erhielt daraufhin 48 Stunden Zeit, die gestohlenen Gelder zurückzuzahlen.

Die Plattform musste nicht lange warten. Alex Shevchenko, Geschäftsführer von NEAR Intents, gab noch am Freitag auf X bekannt, dass die gesamten 3,8 Millionen Dollar zurückgezahlt worden seien.

Shevchenko zufolge wurden sämtliche beim Angriff auf NEAR Intents gestohlenen Gelder in Höhe von 3,8 Millionen Dollar zurückgezahlt. Deshalb werde die Untersuchung gegen die verantwortliche Person eingestellt.

Shevchenko forderte Sicherheitsforscher zudem auf, künftig sogenannte Bug-Bounty-Programme zu nutzen. Diese bieten finanzielle Belohnungen für die Meldung von Sicherheitslücken.

Sicherheitslücke ermöglichte Millionendiebstahl

Laut NEAR Intents lag die Ursache in einem Fehler bei der Kommunikation zwischen zwei Komponenten der Plattform. Die Schwachstelle befand sich an der Schnittstelle zwischen der Infrastruktur für Ein- und Auszahlungen und dem Smart Contract von NEAR Intents.

Ein Smart Contract ist ein Programm auf einer Blockchain, das bei Erfüllung bestimmter Bedingungen automatisch Anweisungen ausführt. Fehler können es Angreifern unter Umständen ermöglichen, unzulässige Transaktionen vorzunehmen.

Die erste Untersuchung ergab, dass Nutzergelder im Wert von rund 3,8 Millionen Dollar fehlten. NEAR Intents versprach daraufhin, betroffene Nutzer vollständig zu entschädigen.

Gestohlene Millionen flossen an KuCoin

Der Blockchain-Analyst ZachXBT verfolgte nach dem Angriff die Bewegungen der gestohlenen Gelder. Seiner Analyse zufolge wurden die Kryptowährungen an die Handelsplattform KuCoin transferiert.

Anschließend sollen die Gelder über eine Bridge in Bitcoin (BTC) umgewandelt worden sein. Eine solche Bridge ermöglicht den Transfer digitaler Vermögenswerte zwischen verschiedenen Blockchain-Netzwerken.

Der Transfer und die Umwandlung von Kryptowährungen über mehrere Netzwerke können die Nachverfolgung von Geldströmen erschweren. Dennoch gelang es NEAR Intents, die verantwortliche Person zu identifizieren.

Nach der vollständigen Rückzahlung hat die Plattform beschlossen, die Untersuchung einzustellen. Ein unmittelbarer finanzieller Schaden für die Nutzer scheint damit abgewendet.

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