Der Kryptomarkt erlebte eine der turbulentesten Wochen des Jahres 2026. Der Konflikt zwischen den USA und Iran, der letzten Freitag begann, prägte die Stimmung. Der Ölpreis stieg auf 90 Dollar pro Barrel, die Gaspreise explodierten und Bitcoin fiel von 74.000 auf 68.000 Dollar zurück.

Es gab jedoch auch Lichtblicke: Die ETF-Zuflüsse waren die stärksten seit Monaten und die Zuflüsse in Stablecoins explodierten um 415%.

Bitcoin: Von 74.000 auf 68.000 Dollar

Bitcoin startete die Woche stark und erreichte am Mittwoch kurzzeitig 74.000 Dollar, den höchsten Stand seit Anfang Februar. Der Anstieg wurde durch erhebliche ETF-Zuflüsse und einen Rückgang des Risikoindex bei Swissblock angetrieben, der erstmals seit 28 Tagen die Zone „extreme risk“ verließ.

Der Aufschwung hielt jedoch nicht an. Am Freitag führten ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht und eine scharfe Äußerung von Trump über Iran zu einem Rückgang von 5%. Bitcoin beendete die Woche bei etwa 68.000 Dollar. Auf Wochenbasis blieb ein Plus von rund 3,6%, aber die Stimmung trübte sich gegen das Wochenende.

Laut Glassnode stehen derzeit 43% aller Bitcoin im Verlust. Investoren, die zuvor Verluste erlitten, verkaufen, sobald der Kurs ihr Einstiegsniveau erreicht. Das erklärt, warum der Anstieg auf 74.000 Dollar nicht fortgesetzt werden konnte.

Konflikt mit Iran belastet den gesamten Markt

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran eskalierte diese Woche erheblich. Die Straße von Hormus ist nahezu blockiert: Innerhalb von 24 Stunden passierten nur zwei Schiffe die entscheidende Passage. Mehr als 200 Öltanker liegen vor Anker.

Die Auswirkungen sind vielfältig. Der Ölpreis stieg auf 90 Dollar pro Barrel. Der europäische Gaspreis schnellte um 25% in die Höhe, nachdem Katar die größte LNG-Anlage der Welt stilllegte. Die niederländischen Gasspeicher sind nur zu 10,7% gefüllt. Die Rabobank warnte, dass bei anhaltendem Konflikt der Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel steigen und die Inflation auf 5% zunehmen könnte.

Iran bot am Freitag an, keine Nachbarländer mehr anzugreifen, doch während Präsident Pezeshkian dies sagte, ertönten in Bahrain und Katar erneut Sirenen. Trump forderte eine bedingungslose Kapitulation und schloss eine weitere Eskalation nicht aus.

Börsen weltweit unter Druck

Die Aktienmärkte erlitten schwere Verluste. Der S&P 500 sank um 1,5% und die Nasdaq verlor 2%. Der koreanische Kospi brach am Mittwoch um 12% ein, der größte Rückgang seit 2008, um sich am folgenden Tag um 12% zu erholen. Auch der AEX erlitt erhebliche Verluste. Der Chip-Hersteller BESI war der größte Verlierer der vergangenen Woche.

Der Dollar erlebte seine stärkste Woche seit einem Jahr. Investoren zogen sich aus risikoreichen Anlagen zurück und suchten Zuflucht in Dollar, Gold und Staatsanleihen.

Positive Signale unter der Oberfläche

Nicht alles war negativ. Der Stablecoin-Zufluss stieg um 415% auf 1,7 Milliarden Dollar, was auf Kapital hindeutet, das bereit ist, in den Markt einzusteigen. Die ETF-Zuflüsse zu Beginn der Woche waren die stärksten seit Monaten. Und China setzte hinter den Kulissen Druck auf Iran aus, die Straße von Hormus offen zu halten, was langfristig zur Deeskalation beitragen könnte.

BitMEX-Gründer Arthur Hayes schrieb, dass langwierige Kriege historisch zu einer Geldvermehrung durch die Fed führen, was letztlich positiv für Bitcoin ist. Das Muster stimmt: Nach dem Ukraine-Krieg stieg Bitcoin um 40%, nach dem israelischen Angriff auf Iran im Jahr 2025 um 25%.

Was erwartet uns nächste Woche?

Die Richtung von Bitcoin hängt von drei Faktoren ab: wie sich der Konflikt um Iran entwickelt, ob die ETF-Zuflüsse anhalten und wie sich der Ölpreis verhält. Solange Bitcoin über 68.000 Dollar bleibt, ist die Wochenstruktur positiv. Ein Rückfall unter dieses Niveau öffnet den Weg zu 65.000 bis 66.000 Dollar. Auf der Oberseite muss die Zone von 72.500 bis 75.000 Dollar durchbrochen werden, um eine echte Erholung einzuleiten.

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