Iran verspricht, keine Nachbarländer mehr anzugreifen, solange diese nicht die Islamische Republik attackieren. Diese Aussage machte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian in einer Rede. Während er sprach, ertönten in Bahrain und Katar erneut Luftalarm-Sirenen. Der Krieg zwischen Iran und den USA sowie Israel dauert nun bereits eine Woche an.
Iran bietet Nachbarländern Entschuldigung an
Laut Pezeshkian hat der interimistische Führungsrat Irans dem Militär befohlen, keine Raketen mehr auf Nachbarländer abzufeuern, es sei denn, Iran wird von diesen Ländern angegriffen. Er entschuldigte sich bei den bereits betroffenen Ländern in der Region.
„Wir haben nicht die Absicht, unsere Nachbarn anzugreifen,“ erklärte Pezeshkian, der sie als „unsere Brüder“ bezeichnete. Gleichzeitig stellte er klar, dass Kapitulation keine Option sei: „Die Vorstellung, dass wir uns bedingungslos ergeben würden, ist ein Traum, den man mit ins Grab nehmen muss.“
Sirenen und Raketenmeldungen trotz Versprechen
Pezeshkians Worte stehen in starkem Kontrast zur Lage vor Ort. Rund um den Zeitpunkt seiner Rede ertönten in Bahrain und Katar erneut Sirenen, was darauf hindeutet, dass weiterhin Raketen in Richtung der Region abgefeuert werden.
In Dubai musste Emirates vorübergehend Flüge aussetzen, nachdem neue Raketen den Luftraum störten. Kurz darauf wurden die Flüge wieder aufgenommen.
Machtverhältnisse in Iran nach Tod von Khamenei ungewiss
Die politische Situation in Iran bleibt angespannt. Der aktuelle Führungsrat wurde gebildet, nachdem die Angriffe vor einer Woche Ayatollah Ali Khamenei töteten. Pezeshkian regiert das Land gemeinsam mit Ayatollah Alireza Arafi und dem Chef der Justiz Gholam-Hossein Mohseni-Ejei. Es ist unklar, wie viel Kontrolle diese Übergangsführung über das Militär hat.
Saudi-Arabien hat mittlerweile den Kontakt zu Iran intensiviert, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Pezeshkian betonte, dass Iran eine diplomatische Lösung einem weiteren Konflikt mit seinen Nachbarn vorzieht.
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