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Irland verschärft die Kontrolle von Kryptotransaktionen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Dabei nimmt die Regierung nicht nur Kryptobörsen in den Blick, sondern ausdrücklich auch private Wallets und Transaktionen über ausländische Anbieter.
Die Maßnahmen sind Teil einer neuen nationalen Strategie gegen Finanzkriminalität. Ein Großteil der Pläne ist bereits umgesetzt, weitere Vorgaben für den Kryptosektor werden für 2027 vorbereitet.
Für Kryptounternehmen bedeutet das: Sie müssen genauer prüfen, mit wem sie Geschäfte machen und woher Geldströme stammen. Verdächtige Transaktionen sollen zudem früher erkannt werden.
Die irische Regierung will besser nachvollziehen können, wie Geld und Krypto durch das Finanzsystem fließen. Kryptodienstleister sollen deshalb genauer auf Herkunft und Ziel von Geldern achten und verdächtige Aktivitäten früher melden.
Der Ansatz knüpft an bestehende Regeln zur Geldwäscheprävention (Anti Money Laundering, AML) an. Sie sollen verhindern, dass Finanzdienstleistungen genutzt werden, um illegal erwirtschaftetes Geld zu waschen oder Terrorismus zu finanzieren.
Besonderes Augenmerk gilt privaten Wallets. Gemeint sind Wallets, bei denen Nutzer ihre Krypto-Bestände selbst verwalten, ohne dass eine Börse oder eine andere zentrale Stelle die Coins für sie verwahrt.
Auch Transaktionen mit Beteiligung ausländischer Kryptounternehmen rücken stärker in den Fokus. Irland will verhindern, dass internationale Geldströme genutzt werden, um die nationale Aufsicht zu umgehen.
Nach Angaben der Regierung ist ein Großteil der Maßnahmen aus der neuen Strategie inzwischen umgesetzt. An weiteren Punkten wird noch gearbeitet.
Die europäische Kryptoregulierung MiCA ist ein wichtiger Bestandteil des irischen Ansatzes. Sie stellt Anforderungen an Unternehmen, die Kryptodienste anbieten, und soll innerhalb der Europäischen Union für stärker vereinheitlichte Regeln sorgen.
Darüber hinaus arbeitet Irland an ergänzenden Gesetzen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Nach Angaben des Finanzministeriums ist dieser Prozess bereits weit fortgeschritten.
Die Regierung blickt dabei über Kryptobörsen und andere Anbieter digitaler Vermögenswerte hinaus. Auch der Glücksspielsektor steht im Fokus. Irland will Standards dafür entwickeln, wie Einnahmen aus kryptobezogenen Aktivitäten in dieser Branche akzeptiert werden.
Damit will die Regierung vor allem verhindern, dass Geld über verschiedene Unternehmen und Länder verschoben wird, um Kontrollen zu umgehen.
Die strengere Gangart folgt auf eine neue Bewertung der Risiken im irischen Kryptosektor. Es war das erste Mal seit sieben Jahren, dass Irland diese Risiken wieder umfassend erfasst hat.
Dabei untersuchte die Regierung unter anderem, wie digitale Vermögenswerte für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung missbraucht werden können. Zusätzliche Standards für die Branche sollen voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 eingeführt werden.
Irland folgt damit einer breiteren Entwicklung innerhalb der EU, wo die Aufsicht über Kryptounternehmen zunehmend vereinheitlicht wird.
Für Unternehmen, die in Irland Kryptodienste anbieten, werden die Kontrollen damit schrittweise umfassender. Nicht nur der Kunde selbst rückt stärker in den Fokus. Unternehmen müssen auch genauer wissen, woher Geld und Krypto stammen, wohin sie fließen und welche Parteien an einer Transaktion beteiligt sind.
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