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Der chinesische Präsident Xi Jinping warnte Donald Trump bei ihrem Treffen in Peking davor, dass die Spannungen um Taiwan bei ungeschickter Handhabung zu einer „Konfrontation oder sogar einem Konflikt“ führen könnten. Xi setzte damit direkt den Fokus auf eines der heikelsten Themen zwischen beiden Ländern.

Die Warnung fiel besonders auf, da die Atmosphäre während des Gipfels ansonsten überraschend freundlich war. Trump und Xi lobten sich gegenseitig und sprachen über die Kooperation zwischen den USA und China.

Trump wurde in Peking mit einem umfassenden Staatsbesuch empfangen. In der Großen Halle des Volkes erwarteten den amerikanischen Präsidenten unter anderem eine Ehrengarde, Nationalhymnen und Salutschüsse. Es ist das erste Mal seit fast zehn Jahren, dass ein amtierender US-Präsident China besucht.

Taiwan bleibt Hauptstreitpunkt zwischen China und USA

Xi Jinping betonte, dass die Taiwan-Frage zu einem gefährlichen Streitpunkt zwischen China und den USA werden könnte. Der chinesische Präsident warnte Trump, dass Fehltritte bezüglich Taiwan erhebliche Folgen für die Beziehungen beider Länder haben könnten.

„Eine falsche Handhabung dieser Angelegenheit könnte zu Konfrontationen oder sogar Konflikten führen“, so Xi laut chinesischen Staatsmedien.

Xi machte damit deutlich, wie sensibel Taiwan für Peking bleibt. China betrachtet die Insel als Teil seines eigenen Territoriums und lehnt jegliche Form der Unabhängigkeit Taiwans strikt ab.

Laut chinesischen Medien forderte Xi Trump auf, dass Washington sich klar von Taiwans Unabhängigkeitsbestrebungen distanziert. Gleichzeitig steigen die Spannungen weiter, da die USA an einem neuen Waffenpaket für Taiwan arbeiten, gegen das China entschieden ist.

Xi verspricht US-Unternehmen mehr Zugang zum chinesischen Markt

Am Gipfel nahmen auch mehrere prominente US-Wirtschaftsführer teil, darunter Nvidia-CEO Jensen Huang, Apple-Chef Tim Cook und Tesla-CEO Elon Musk. Nach Angaben chinesischer Staatsmedien gehörten rund zehn US-Führungskräfte zur Delegation.

Xi Jinping nutzte diese Gelegenheit, um ein klares Signal an die US-Wirtschaft zu senden. Der chinesische Präsident betonte, dass China weiterhin offen für die Zusammenarbeit mit amerikanischen Unternehmen sei und die wirtschaftlichen Beziehungen weiter stärken wolle.

„China heißt die USA willkommen, die gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit weiter auszubauen“, sagte Xi laut dem staatlichen Sender CCTV. Er fügte hinzu, dass US-Unternehmen in China „noch breitere Möglichkeiten“ erhalten könnten.

Trump reagierte positiv auf die Anwesenheit der Wirtschaftsvertreter und sagte, die US-Führungskräfte seien aus Respekt vor China und Präsident Xi nach Peking gekommen.

Auch abseits der offiziellen Gespräche fiel die entspannte Stimmung auf. Apple-Chef Tim Cook zeigte Journalisten sogar einen Daumen nach oben, als er nach dem Verlauf des Gipfels gefragt wurde.

Trump und Xi betonen positive bilaterale Beziehung

Trotz der Spannungen um Taiwan, Handel und Iran verlief der Beginn des Gipfels überraschend freundlich. Sowohl Donald Trump als auch Xi Jinping unterstrichen, dass sie die Beziehungen zwischen den USA und China verbessern wollen.

Trump sprach sogar von einer „fantastischen Beziehung“ zu China und nannte Xi einen „großartigen Führer“. Er betonte, dass beide Länder viel erreichen könnten, wenn sie zusammenarbeiten.

Xi schlug einen ähnlichen Ton an. Der chinesische Präsident sagte, dass China und die USA einander nicht als Rivalen, sondern als Partner betrachten sollten.

„Wir sollten einander helfen, erfolgreich zu sein und gemeinsam Wohlstand zu erreichen“, sagte Xi in seiner Eröffnungsrede. Er betonte, dass beide Großmächte einen Weg finden müssten, in einer neuen Weltordnung friedlich nebeneinander zu existieren.

Märkte reagieren uneinheitlich

Die Finanzmärkte reagierten unterschiedlich auf das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping. Der chinesische Yuan stieg auf den höchsten Stand seit 2023, was darauf hindeutet, dass Anleger vorsichtig optimistischer bezüglich der Beziehungen zwischen den beiden Großmächten werden.

Chinesische Aktien gaben hingegen etwas nach. Besonders Technologieunternehmen sahen sich nach der starken Rallye der letzten Monate mit Gewinnmitnahmen konfrontiert.

Unterdessen scheinen Washington und Peking im Hintergrund tatsächlich Schritte in Richtung weiterer Zusammenarbeit zu unternehmen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters arbeiten beide Länder an einem möglichen Handelsrahmen, bei dem Einfuhrzölle auf etwa 30 Milliarden Dollar Waren gesenkt werden könnten.

Es gehe um Produkte, die laut beiden Ländern kein direktes Risiko für die nationale Sicherheit darstellen. Das Weiße Haus hat sich bisher nicht offiziell zu dem Bericht geäußert.

USA suchen Unterstützung Chinas im Iran-Konflikt

Neben Handel und Taiwan dreht sich ein Großteil der Gespräche auch um den Krieg mit Iran und die Spannungen um die Straße von Hormus. Washington versucht dabei, China ausdrücklich auf seine Seite zu ziehen.

Der US-Außenminister Marco Rubio sagte zuvor, dass die USA hoffen, dass China eine aktivere Rolle gegenüber Teheran einnehmen wird.

„Wir wollen China überzeugen, Iran davon abzubringen, die derzeitige Eskalation am Persischen Golf fortzusetzen“, sagte Rubio in einem Interview mit Fox News.

Rubio betonte, dass China dabei auch eigene Interessen habe. Das Land sei stark von Öl- und Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängig, während auch chinesische Frachtschiffe durch die Unruhen in der Region bedroht seien.

Obwohl die Beziehungen zwischen Washington und Peking in den letzten Monaten etwas stabiler geworden sind, bleiben die Spannungen groß. Vor allem der Streit um seltene Erden, fortschrittliche Chips und Exportbeschränkungen sorgt weiterhin für Reibungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten.

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