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Die CoreWeave-Aktie (CRWV) legte am Dienstag im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent zu, nachdem das Unternehmen starke Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der Anbieter von Rechenkapazität für KI-Anwendungen konnte seinen Umsatz mehr als verdoppeln und hob seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 an.
Besonders auffällig ist der enorme Umfang künftiger Aufträge. CoreWeave verfügt inzwischen über einen Auftragsbestand von 104 Milliarden Dollar. Nach Quartalsende kamen zudem neue Kundenzusagen über mehr als 25 Milliarden Dollar hinzu. Die Nachfrage nach Rechenkapazität für KI dürfte damit vorerst hoch bleiben.

Die starke Nachfrage nach Rechenkapazität für KI schlägt sich deutlich in den Zahlen von CoreWeave nieder. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 2,58 Milliarden Dollar. Das war mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor und etwas mehr als die 2,56 Milliarden Dollar, die Analysten erwartet hatten.
Auch für die kommenden Monate rechnet CoreWeave mit kräftigem Wachstum. Im dritten Quartal soll der Umsatz zwischen 3,45 Milliarden und 3,6 Milliarden Dollar liegen.
Zudem zeigte sich das Unternehmen für das Gesamtjahr 2026 optimistischer. CoreWeave hob seine Umsatzprognose von 12 bis 13 Milliarden Dollar auf 12,4 bis 13,2 Milliarden Dollar an.
Anleger reagierten positiv auf die Zahlen und die höhere Prognose. Die CoreWeave-Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent zu. Damit setzt sich der ohnehin starke Börsenstart des KI-Unternehmens fort. Vor den Quartalszahlen lag die Aktie in diesem Jahr bereits 26 Prozent im Plus.
Für Anleger ist vor allem der Auftragsbestand entscheidend. Er zeigt, welche Umsätze CoreWeave auf Basis bestehender Vereinbarungen künftig erwartet.
Ende des zweiten Quartals belief sich dieser Bestand auf 104 Milliarden Dollar. Seitdem hat das Unternehmen weitere Kundenzusagen über mehr als 25 Milliarden Dollar erhalten.
Nach Einschätzung von Analysten von Bloomberg Intelligence zeigt dieses Wachstum, dass die Nachfrage nach Rechenkapazität für KI robust bleibt.
CoreWeave vermietet große Mengen an Rechenleistung an Unternehmen, die KI-Modelle entwickeln und einsetzen. Zu den Kunden zählen unter anderem OpenAI, Meta und Microsoft.
Die hohe Nachfrage ermöglicht CoreWeave zudem günstigere Vertragsbedingungen. CEO Michael Intrator sagte, neue Vereinbarungen aus dem zweiten Quartal wiesen Margen auf, die fünf bis zehn Prozentpunkte über denen von Verträgen aus den jüngsten Quartalen lägen. Die begrenzte Verfügbarkeit von KI-Rechenkapazität verschafft CoreWeave dabei eine starke Verhandlungsposition.
Das schnelle Wachstum hat allerdings auch eine Kehrseite. Um die enorme Nachfrage nach Rechenkapazität für KI zu bedienen, muss CoreWeave weiter Milliarden in Chips, Rechenzentren und Energie investieren. Dafür hat das Unternehmen inzwischen Kredite in zweistelliger Milliardenhöhe aufgenommen.
Auch außerhalb der Vereinigten Staaten baut CoreWeave deutlich aus. Das Unternehmen kündigte vergangene Woche an, drei Rechenzentren in Indonesien eröffnen zu wollen. Damit tritt CoreWeave erstmals in den asiatischen Markt ein.
Für dieses Wachstum ist CoreWeave stark von Nvidia abhängig. Die Rechenzentren laufen mit großen Stückzahlen von KI-Chips des Halbleiterkonzerns, der selbst zu den wichtigsten Investoren von CoreWeave gehört.
Die Quartalszahlen gelten daher als wichtiger Gradmesser für den breiteren KI-Markt. Das zeigte sich auch an der Börsenreaktion. Nicht nur CoreWeave legte nach den Zahlen zu. Auch die KI-Infrastrukturunternehmen Applied Digital, Nebius und IREN verzeichneten im nachbörslichen Handel Kursgewinne.
Auch andere große Technologieunternehmen sehen eine stark steigende Nachfrage nach Rechenleistung. Microsoft meldete zuletzt das stärkste Wachstum seiner Cloud-Sparte seit vier Jahren. Bei Google stieg der Auftragsbestand für Cloud-Dienste innerhalb eines Quartals von rund 460 Milliarden auf 514 Milliarden Dollar.
Die Zahlen deuten vorerst nicht auf eine Abkühlung des KI-Wettlaufs hin. Die Nachfrage nach Rechenleistung bleibt hoch, doch CoreWeave muss dafür selbst weiter enorme Summen investieren und aufnehmen.
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