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Die US-Börsenfutures notieren am Mittwochmorgen leicht im Plus. Anleger warten auf eine der wichtigsten Konjunkturdaten der Woche: Im Tagesverlauf werden die US-Inflationszahlen für Juli veröffentlicht.
Die Futures auf den S&P 500 steigen um 0,11 Prozent, die Nasdaq-100-Futures legen um 0,23 Prozent zu. Die Dow-Futures zeigen sich nahezu unverändert.
Anleger hoffen vor allem auf einen günstiger als erwarteten Verbraucherpreisindex (CPI). Eine niedrigere Inflation könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September weiter verringern und Aktien stützen. Fallen die Teuerungsdaten dagegen höher aus als erwartet, dürften die Zinssorgen rasch zurückkehren und die Stimmung an der Wall Street kippen.
Ökonomen rechnen damit, dass die Inflation im Juli nur moderat gestiegen ist. Für den Gesamtindex wird im Monatsvergleich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie dürfte um 0,2 Prozent zulegen.
Auf Jahressicht bleibt das Bild jedoch weniger entspannt. Die Gesamtinflation wird auf 3,4 Prozent geschätzt, die Kerninflation auf 2,5 Prozent. Damit liegt die Teuerung weiterhin über dem Zielwert der Federal Reserve von 2 Prozent.
Das macht den Bericht besonders wichtig. Im August entscheidet die Fed nicht über die Zinsen, doch die Daten dieser Woche könnten den Ton für September setzen. Der Markt beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung derzeit auf etwa 50 Prozent.

Die Inflationsdebatte wird zusätzlich sensibel, weil der Ölpreis wieder steigt.
US-Öl notierte in dieser Woche über 84 Dollar je Barrel, während die Hoffnung auf eine schnelle Wiederöffnung der Straße von Hormus schwindet.

Das ist problematisch. Bleiben die Energiepreise hoch, könnte sich die Inflation länger hartnäckig halten. Für die Fed ist das besonders heikel, weil der Arbeitsmarkt zuletzt Anzeichen einer Abkühlung zeigte.
Die Notenbank steckt damit erneut in der Zwickmühle. Das Wachstum schwächt sich ab, doch die Inflation ist noch nicht besiegt.
Auch die Renditen am Anleihemarkt sollten Anleger heute im Blick behalten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegt sich um 4,7 Prozent. Die zweijährige Rendite liegt bei rund 4,2 Prozent. Diese Niveaus zeigen, dass Anleger weiterhin mit einem restriktiven Zinsumfeld rechnen.
Fällt der CPI höher aus als erwartet, könnten vor allem die kurzen Laufzeiten erneut steigen. Das würde Aktien belasten, insbesondere zinssensible Bereiche wie Technologie und KI.
Dennoch bleibt die Stimmung rund um Technologiewerte robust. Super Micro Computer legte nachbörslich um mehr als 7 Prozent zu, nachdem das Unternehmen starke Umsatz- und Gewinnprognosen vorgelegt hatte. CoreWeave sprang um 14 Prozent nach oben, gestützt von Margen, die besser ausfielen als erwartet.
Auch in Südkorea erholten sich Chipaktien deutlich. Samsung Electronics stieg um mehr als 7 Prozent, SK Hynix gewann 6,6 Prozent. Das zeigt, dass der KI-Trade weiter intakt ist.

CoreWeave gewinnt nach starken Quartalszahlen 15 Prozent. Der Umsatz verdoppelt sich, die Prognosen steigen und der Auftragsbestand erreicht 104 Milliarden Dollar.
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