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Der Kryptomarkt gerät heute deutlich unter Druck. Der Bitcoin (BTC)-Kurs fällt , Altcoins verlieren noch stärker, und die Angst kehrt in die Kurse zurück. Was steckt dahinter?
Bitcoin hat seit gestern 3,20 Prozent an Wert verloren und notiert nun knapp unter 63.000 Dollar. Ethereum (ETH) trifft es mit einem Minus von 5,15 Prozent härter, Hyperliquid (HYPE) hat sogar 11,06 Prozent eingebüßt.
Auch außerhalb des Kryptomarkts gibt es deutliche Verluste. Die Börsen in Asien sind im Minus gestartet, und die amerikanischen Futures zeigen ebenfalls nach unten.
Die Sorgen der Investoren nehmen spürbar zu, nachdem das US-Militär in der Nacht zum sechsten Mal in Folge Luftangriffe auf Ziele im Iran geflogen hat.
Iranischen Medien zufolge wurden dabei Brücken und ein Flughafen im Süden des Landes getroffen. Iran reagierte mit eigenen Raketenangriffen.
Auch an Drohungen mangelt es nicht. US-Präsident Donald Trump sagte kürzlich , dass es für Iran in der kommenden Woche erst „richtig ernst“ werde, falls Kraftwerke und Brücken ausgeschaltet würden. Iran wiederum warnt, in diesem Fall selbst Infrastruktur in mehreren Ländern anzugreifen.
Mit dieser Drohkulisse will Trump Iran offenbar an den Verhandlungstisch zwingen. In dieser Woche kündigte er zudem erneut an, dass die Vereinigten Staaten die Straße von Hormus blockieren. Schiffe auf dem Weg zu oder von iranischen Häfen kämen dann nicht mehr durch.
Iran hatte die wichtige Meerenge zuvor selbst geschlossen, obwohl sie nach der vorläufigen Einigung gerade erst wieder geöffnet worden war.
Eigentlich sollte diese Phase dazu dienen, ein endgültiges Friedensabkommen auszuarbeiten. Stattdessen stehen die Zeichen wieder auf Konfrontation.
Die Ölpreise gaben ihre gesamten kriegsbedingten Gewinne wieder ab, weil die Hoffnung auf eine Entspannung überwog. In diesem Monat steht allerdings bereits wieder ein Plus von mehr als 20 Prozent zu Buche.
Am Dienstag und Mittwoch erhielten die Märkte noch gleich doppelt Rückenwind: Die US-Inflationsdaten sanken stärker als erwartet. Doch das tritt nun rasch in den Hintergrund, weil die Lage weiter eskaliert.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche die Zinsen anhebt, ist eingebrochen. Für den Rest des Jahres preist der Markt aber weiterhin mindestens eine Zinserhöhung ein. Das dürfte sich erst ändern, wenn wieder ein endgültiges Ende des Krieges absehbar ist.
Fed-Vorsitzender Kevin Warsh hat es zur Priorität erklärt, die Inflation auf das Ziel von 2 Prozent zurückzuführen. Angesichts der stabilen Lage am Arbeitsmarkt ließe sich ein höherer Leitzins rechtfertigen, falls die Inflation wieder in die falsche Richtung läuft.
Das sind schlechte Nachrichten für Bitcoin und Gold, die beide keine Zinsen abwerfen. Auch Aktien geraten unter Druck, weil künftige Gewinne bei höheren Zinsen weniger wert sind.
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