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Der weltweit größte Bitcoin-Halter unter den Unternehmen hat erneut verkauft. Strategy hat soeben den fünften Bitcoin-Verkauf in etwas mehr als zwei Monaten angekündigt. Zuvor hatte das Unternehmen von Michael Saylor seit dem Start seiner aggressiven Bitcoin-Strategie Ende 2020 erst ein einziges Mal Coins verkauft.
Kurz nach 14 Uhr teilte das Unternehmen mit, in der vergangenen Woche 1.690 Bitcoin für 108,6 Millionen Dollar verkauft zu haben. Der Erlös floss vollständig in den Rückkauf von 1.152.020 STRC-Aktien.
Im Schnitt brachte jeder Coin rund 62.150 Dollar ein. Dem steht ein durchschnittlicher Kaufpreis von 75.385 Dollar gegenüber.
STRC ist eine Vorzugsaktie, die im vergangenen Juni als stabile Anlage an den Markt gebracht wurde. Käufer erhalten kein Miteigentum, dafür aber eine Dividende, die derzeit bei 12 Prozent liegt. Inzwischen ist STRC zur wichtigsten Finanzierungsquelle des Unternehmens geworden.
Am 1. Juni verkaufte Strategy erstmals seit Dezember 2022 wieder eine kleine Menge an Coins, genauer gesagt 32 BTC. Etwas mehr als zwei Monate später ist der Bestand inzwischen um insgesamt 6.948 BTC gesunken. Das brachte rund 432 Millionen Dollar ein.
Darüber hinaus wurden 6,59 Millionen MSTR-Aktien verkauft, was 653,1 Millionen Dollar einbrachte. Fast der gesamte Erlös floss in die Dollarreserve, die nun bei 4,65 Milliarden Dollar liegt.
Den letzten Bitcoin-Kauf gab Strategy vor sieben Wochen, am 22. Juni, bekannt. Danach verlagerte sich der Fokus auf STRC, weil der Kurs weiter unter den Nennwert von 100 Dollar gefallen war. Auf diesem Niveau kann Strategy wieder neue Anteile verkaufen.
Die Dollarreserve reicht inzwischen aus, um Dividenden- und Zinsverpflichtungen für 2,7 Jahre zu bedienen – 143 Tage länger als noch vor einer Woche. Dieser Puffer soll den STRC-Kurs weiter stützen, damit das Unternehmen wieder neue Aktien ausgeben und Kapital für neue Bitcoin-Käufe aufnehmen kann.
Jede zurückgekaufte Aktie senkt die jährliche Dividendenlast des Unternehmens um 12 Dollar und bringt den Kurs näher an die Marke von 100 Dollar.
Sowohl Bitcoin als auch MSTR und STRC reagierten bislang verhalten auf den neuen Schritt von Strategy. Der Bitcoin-Kurs pendelt seit dem Morgen um 65.000 Dollar und steckt charttechnisch seit einiger Zeit fest.
Saylor, Mitgründer und treibende Kraft hinter der Bitcoin-Strategie, steht zunehmend in der Kritik, weil das Unternehmen sich von immer mehr Coins trennt. Aus seiner Sicht steht der Ansatz jedoch nicht infrage. Strategy bleibe langfristig ein Netto-Käufer.
Die aktuellen Schritte dienen allein dazu, später wieder kaufen zu können. Eine solide Bilanz hält die Kreditprodukte attraktiv, und diese Produkte sind der Motor, mit dem das Unternehmen seinen Bitcoin-Bestand ausbaut.
Was viele derzeit übersehen: 2026 hat Strategy bereits Bitcoin im Wert von mehr als 13 Milliarden Dollar gekauft. Das ist 47-mal so viel wie die 276 Millionen Dollar an Käufen während des vergangenen Krypto-Winters 2022. Möglich wurde das vor allem durch STRC.
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