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Donald Trump bereitet einen deutlich größeren Angriff auf Iran vor. Der US-Präsident beriet am Dienstag mit seinem gesamten Sicherheitsteam im Situation Room, während das Militär den vierten Tag in Folge iranische Ziele angriff.

Von der Waffenruhe zwischen beiden Ländern ist kaum noch etwas übrig. Und Trump lässt keinen Zweifel daran, was Iran droht, falls Teheran nicht rasch an den Verhandlungstisch zurückkehrt.

Angriff auf Iran soll deutlich ausgeweitet werden

Trump beriet am Dienstag im Situation Room über eine „groß angelegte Offensive“ gegen Iran, berichtet die Nachrichtenseite Axios unter Berufung auf drei mit der Sache vertraute Personen. Diese Pläne würden weit über die bisherigen Angriffe rund um die Straße von Hormus hinausgehen.

Mit am Tisch saßen unter anderem Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Den Quellen zufolge ging es um schwere Angriffe auf strategische Ziele tiefer im Landesinneren.

Das US-Militär griff am Dienstag den vierten Tag in Folge die Meerenge und die Südküste Irans an. Iran feuerte im Gegenzug auf US-Stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain.

Am 17. Juni hatten beide Länder noch eine Grundsatzvereinbarung mit 14 Punkten unterzeichnet, die den Unterhändlern 60 Tage Zeit für ein endgültiges Friedensabkommen einräumte.

Die Waffenruhe wurde verlängert, Iran sollte die Straße von Hormus öffnen und auf Atomwaffen verzichten. Die USA sollten im Gegenzug die Seeblockade aufheben und die Sanktionen gegen iranische Ölexporte lockern.

Nun wird wieder angegriffen, Iran hat die Straße von Hormus erneut geschlossen, und die US-Streitkräfte halten wieder Schiffe auf, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Wegen der neuen Spannungen sind die Ölpreise wieder deutlich gestiegen, nachdem sie gerade erst auf das Vorkriegsniveau zurückgefallen waren. Gestern hatten die Inflationsdaten den Finanzmärkten noch eine positive Überraschung beschert. Bei einer weiteren Eskalation wären die Risiken jedoch längst nicht ausgeräumt.

Trump setzt Iran mit Angriffen unter Druck

In einem Interview mit Fox News sagte Trump, die Angriffe würden in den kommenden drei Tagen mit hoher Intensität fortgesetzt. Danach könne die Lage aus seiner Sicht deutlich eskalieren.

„Nächste Woche wird es für sie richtig hart. Dann sind die Kraftwerke an der Reihe. Dann sind die Brücken an der Reihe“, sagte der Präsident.

„Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, wenn sie nicht an den Tisch kommen und verhandeln.“

Vergangene Woche hatte Trump bereits erklärt, die Waffenruhe sei aus seiner Sicht beendet, die Gespräche mit Teheran liefen aber weiter.

Das Muster seiner Verhandlungstaktik ist inzwischen bekannt. Auf massive Drohungen folgen regelmäßig Aufschub und eine neue Gesprächsrunde.

Iranische Kraftwerke wurden schon mehrfach als mögliche Ziele genannt, doch im letzten Moment blieb der Angriff aus. Solche Attacken wären zudem nach dem humanitären Völkerrecht verboten.

Seine Unterhändler sprachen am Dienstag noch mit iranischen Regierungsvertretern. Nach Trumps Darstellung gaben sie eine knappe Botschaft weiter: „Ihr solltet besser einen Deal schließen, sonst bleibt euch nichts mehr.“

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