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Nvidia (NVDA) arbeitet an einer der bislang größten Finanzierungsrunden im KI-Sektor. Der Chipkonzern verhandelt mit prominenten Adressen der Wall Street, darunter BlackRock, Goldman Sachs und Blackstone, über ein Paket von bis zu 500 Milliarden Dollar. Mit dem Kapital soll der weitere Ausbau der KI-Infrastruktur finanziert werden.

Wall-Street-Schwergewichte verhandeln mit Nvidia über Milliardenfinanzierung

Nach Informationen von Bloomberg spricht Nvidia mit einigen der größten Investoren an der Wall Street. An den Gesprächen über das Finanzierungspaket sollen Apollo Global Management, Blackstone, BlackRock, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR beteiligt sein.

Eine Vereinbarung könnte möglicherweise bereits am Montag bekannt gegeben werden. Die Financial Times hatte zuvor über die Pläne berichtet.

Wie die Struktur des 500-Milliarden-Dollar-Pakets genau aussehen soll, ist noch offen. Unklar ist etwa, welche KI-Projekte oder Unternehmen damit finanziert werden und welche Beträge die einzelnen Beteiligten bereitstellen. Ebenfalls nicht fest steht, ob die gesamte Summe aus neuen Investitionen besteht oder ob bereits angekündigte Zusagen eingerechnet werden.

An der Börse kam die Nachricht zunächst nicht gut an. Die Nvidia-Aktie fiel im US-Handel um 2,2 Prozent auf 219,01 Dollar.

Nvidia schließt KI-Deals im Volumen von Hunderten Milliarden Dollar

Die mögliche Zusammenarbeit mit der Wall Street ist kein Einzelfall. Nvidia treibt derzeit eine Reihe milliardenschwerer Vereinbarungen voran, um den weltweiten Ausbau von KI-Infrastruktur zu finanzieren.

Besonders im Fokus stehen die Gespräche rund um OpenAI. Nvidia prüfte demnach, Finanzierungen von bis zu 250 Milliarden Dollar zu unterstützen, damit das Unternehmen hinter ChatGPT enorme Rechenkapazitäten in einem neuen Rechenzentrumsprojekt in den USA anmieten kann.

Dieses Projekt entsteht in Ohio und wird von SB Energy entwickelt, einer Tochter des japanischen SoftBank-Konzerns. Der geplante KI-Komplex soll am Ende eine Kapazität von zehn Gigawatt erreichen und ist Teil eines Vorhabens mit einem Volumen von 500 Milliarden Dollar.

Dabei könnte es nicht bleiben. Nvidia sprach außerdem über die Finanzierung von Nvidia-Chips im Umfang von bis zu 350 Milliarden Dollar, die OpenAI für das Projekt kaufen würde.

Sorgen über zirkuläre KI-Deals nehmen zu

Die enormen Summen sorgen unter Anlegern zugleich für Diskussionen. Nvidia investiert in Unternehmen, die anschließend große Mengen an Nvidia-Chips und Rechenleistung abnehmen.

Kritiker befürchten, dass dadurch ein zirkuläres System entsteht, in dem Nvidia die Nachfrage nach den eigenen Produkten indirekt selbst finanziert. Das könnte aus ihrer Sicht sowohl die Umsatzerwartungen für Nvidia als auch die Bewertungen im breiteren KI-Sektor nach oben treiben.

Gebremst haben diese Bedenken Nvidia bislang nicht. Im vergangenen Monat weitete der Konzern etwa seine Zusammenarbeit mit der südkoreanischen SK Group aus. Beide Unternehmen rechnen mit Geschäften im Umfang von mehr als 500 Milliarden Dollar.

Zudem beteiligte sich Nvidia in erheblichem Umfang an Safe Superintelligence, dem KI-Start-up, das unter anderem vom früheren OpenAI-Chefwissenschaftler Ilya Sutskever mitgegründet wurde.

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