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Der amerikanische Vermögensverwalter Franklin Templeton, der über ein Vermögen von mehr als 1,7 Billionen Dollar verfügt, macht einen bemerkenswerten Schritt in Richtung Krypto.
In Zusammenarbeit mit Ondo Finance bringt das Unternehmen traditionelle Investments auf die Blockchain, was es Investoren ermöglicht, künftig rund um die Uhr über ihre Krypto-Wallets zu handeln. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Wall Street und Web3 in rasantem Tempo.
Kern der Zusammenarbeit ist die Plattform Ondo Global Markets. Diese ermöglicht es, Aktien und ETFs zu „tokenisieren“. Das bedeutet, dass diese traditionellen Finanzprodukte in digitale Tokens auf der Blockchain umgewandelt werden.
Für Anleger ändert sich dadurch vieles. Während Aktienmärkte normalerweise an Öffnungszeiten gebunden sind, können diese Tokens kontinuierlich gehandelt werden. Zudem ist kein traditioneller Broker mehr nötig. Nutzer können direkt über ihre Krypto-Wallet investieren.
Franklin Templeton liefert die zugrundeliegenden Produkte und unterstützt die Einführung. Gleichzeitig will das Unternehmen Krypto-Investoren in traditionelle Anlagestrategien einführen, beispielsweise durch Bildungsprogramme.
Die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst schnell. Ondo berichtet, dass seine Plattform mittlerweile Hunderte Millionen Dollar an Wert enthält und Handelsvolumina in Milliardenhöhe abgewickelt hat. Besonders internationale Investoren zeigen Interesse, da sie ohne komplexe Bankkonten oder Währungsumrechnungen Zugang zu den US-Märkten erhalten.
Franklin Templeton setzt verstärkt auf die Blockchain. Das Unternehmen stellte zuvor bereits tokenisierte ETFs vor, die vollständig über Krypto-Wallets handelbar sind. Auch diese Fonds sind rund um die Uhr verfügbar.
Damit wird ein grundlegendes Problem der traditionellen Märkte angegangen. Normalerweise dauern Transaktionen Tage aufgrund von Zwischenparteien und Clearingprozessen. Auf der Blockchain kann dies nahezu sofort abgewickelt werden.
Die Auswirkungen hiervon gehen über den Komfort hinaus. Für große Anleger verändert sich das Risikoprofil. Positionen können jederzeit angepasst werden, auch außerhalb der regulären Marktzeiten. Das kann vor allem in turbulenten Märkten einen großen Unterschied machen.
Das Interesse von institutionellen Investoren wächst schnell. Immer mehr große Investoren prüfen oder erweitern ihre Exposition gegenüber digitalen Assets. Gleichzeitig arbeiten Unternehmen wie BlackRock und Fidelity an ähnlichen Lösungen.
Die Einführung tokenisierter Wertpapiere wirft auch neue Fragen auf. Regulierungsbehörden haben noch keine vollständige Antwort darauf, wie diese Produkte behandelt werden sollen, insbesondere wenn sie über Wallets und nicht über Broker grenzüberschreitend gehandelt werden.
Darüber hinaus nimmt die Konkurrenz zu. Banken und traditionelle Vermögensverwalter drohen, einen Teil ihrer Rolle als Vermittler zu verlieren, wenn sich die Blockchain-Distribution durchsetzt.
Franklin Templeton scheint jedoch von der Richtung überzeugt. Das Unternehmen baut aktiv an einer Infrastruktur, in der traditionelle Investments und Krypto zusammenkommen. Damit macht es einen weiteren Schritt in einer Entwicklung, die die Finanzwelt grundlegend verändern könnte.
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