Die Verbreitung von Krypto beschleunigt sich, da US-Institutionen durch neue Gesetzgebung mehr Spielraum erhalten. Der Wall-Street-Riese Citigroup ist der nächste große Akteur, der in den Markt einsteigt. Die Bank untersucht unter anderem die Verwahrung digitaler Vermögenswerte und experimentiert mit Blockchain-Zahlungen.
Citigroup will vom Krypto-Wachstum mitprofitieren
Citigroup untersucht, wie es in der schnell wachsenden Welt der Krypto eine Rolle spielen kann. Der US-Bankriese schaut vor allem nach Möglichkeiten, digitale Vermögenswerte sicher zu verwahren – insbesondere Vermögenswerte, die an Stablecoins gekoppelt sind. Laut einem Interview mit Reuters möchte die Bank so auf einen Markt reagieren, der in den letzten Monaten deutlich aufgeblüht ist. Das liegt teilweise an positiven Äußerungen von Donald Trump über Krypto.
Citigroup geht es nicht um die Verwahrung der Kryptowährungen selbst, sondern um die zugrunde liegenden Werte, die Stablecoins stützen. Denken Sie an US-Staatsanleihen oder andere liquide Vermögenswerte. Darüber hinaus sieht die Bank Chancen in der Sicherung von Fonds, die ein Engagement in Krypto bieten, wie Bitcoin (BTC)- und Ethereum (ETH)-ETFs.
Diese Fonds schneiden derzeit auffällig gut ab. US-Spot-Bitcoin-ETFs verwalten zusammen rund 1,3 Millionen BTC, was mehr als sechs Prozent des Gesamtangebots entspricht. Der größte ist BlackRocks IBIT, der inzwischen Vermögenswerte von 88 Milliarden US-Dollar verwaltet. Auch Ethereum-Fonds ziehen immer mehr Kapital an. Dort verwaltet BlackRock inzwischen fast 15 Milliarden US-Dollar und ist damit auch in diesem Markt der Spitzenreiter.
Tokenisierte Einlagen
Zudem arbeitet Citigroup an einer eigenen Stablecoin und befasst sich mit der Entwicklung sogenannter ‘tokenisierte Einlagen’ – digitaler Token, die gewöhnliche Bankguthaben repräsentieren. Laut CEO Jane Fraser bieten diese mehr Möglichkeiten als bestehende Stablecoins. Sie machen internationale Zahlungen schneller, günstiger und sicherer.
Citigroup ist nicht das einzige Institut, das daran glaubt. Auch JPMorgan entwickelte bereits eine eigene Variante: JPMD. Damit bereiten sich traditionelle Banken auf eine Zukunft vor, in der Blockchain-Technologie einen festen Platz im Finanzsystem einnimmt.
Trump befeuert Krypto-Innovation
Viele der jüngsten Entwicklungen in der Kryptobranche wurden durch neue Gesetzesvorhaben unter der Trump-Regierung ermöglicht. Eines davon ist der Genius Act. Dieses Gesetz legt klare Regeln für Stablecoins fest, sodass Emittenten genau wissen, welche Anforderungen sie erfüllen müssen. Auch Verbraucher werden besser geschützt, da Unternehmen verpflichtet sind, ihre Reserven vollständig in Ordnung zu haben.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Clarity Act. Er ist noch nicht endgültig verabschiedet, hat jedoch bereits grünes Licht vom US-Repräsentantenhaus erhalten. Der Vorschlag soll klarstellen, wie digitale Vermögenswerte eingestuft und reguliert werden. Indem den Aufsichtsbehörden klare Zuständigkeiten gegeben werden, erhalten Unternehmen mehr Orientierung und Nutzer einen besseren Schutz.
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