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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um knapp 0,14 Prozent gefallen. Gestern unternahm der Markt erneut den Versuch, die Marke von 64.000 Dollar zu verteidigen. Das gelang jedoch nicht. Kurz nach der Rückeroberung fiel Bitcoin (BTC) wieder auf etwa das aktuelle Niveau von 63.600 Dollar zurück. Der entscheidende Belastungsfaktor scheint vor allem der Ölpreis zu sein.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) fiel gestern in den USA etwas niedriger aus als erwartet. An den Märkten keimte dadurch kurzzeitig Hoffnung auf eine Erholung auf. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank sank für die Sitzung am 16. September sogar auf rund 40 Prozent.

Das Problem: Der Ölpreis ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Damit ist gut möglich, dass die Inflationsdaten im kommenden Monat deutlich weniger günstig ausfallen.
Bis zur September-Sitzung kann sich daher noch einiges ändern. Sollten die Ölpreise bis dahin auf dem aktuellen Niveau verharren, ist fraglich, ob die US-Notenbank die Zinsen unverändert lassen kann.
Vorerst dürfte der Druck auf den Ölpreis kaum nachlassen. Iran widerspricht der US-Darstellung, wonach die Straße von Hormus wieder unter Kontrolle sei. Nach Angaben der iranischen Behörden bleibt die wichtige Schifffahrtsroute blockiert und wird erst dann wieder vollständig geöffnet, wenn die Vereinigten Staaten die gestellten Bedingungen erfüllen.
Auch die Schifffahrtsdaten stützen dieses Bild. Nach Zahlen von Kpler passierten am Dienstag im Schnitt nur rund 13 Schiffe pro Tag die Straße von Hormus. Das sind etwa 90 Prozent weniger als der Durchschnitt von 130 Schiffen pro Tag, bevor der Krieg mit Iran Ende Februar eskalierte.
Damit bleibt eine erhebliche Risikoprämie im Ölpreis eingepreist. Solange der Transport von Öl und anderen Gütern durch Hormus eingeschränkt bleibt, kalkuliert der Markt weiter mit Störungen des weltweiten Energieangebots. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises könnte anschließend erneut höhere Inflationserwartungen und steigende Zinsen nach sich ziehen.
Genau dieses Szenario belastet Bitcoin derzeit. Schwächere Inflationsdaten bieten kurzfristig Unterstützung. Solange der Ölpreis jedoch hoch bleibt und Hormus weitgehend geschlossen ist, besteht das Risiko, dass die Federal Reserve im September doch entschlossener reagieren muss. Für Bitcoin wäre eine tatsächliche Wiederöffnung der Meerenge daher ein wichtiger makroökonomischer Rückenwind.
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