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Die Aktie von Meta Platforms hat in diesem Monat bereits um mehr als 30 Prozent zugelegt. JPMorgan sieht dennoch weiteres Potenzial. Die US-Investmentbank hebt ihr Kursziel deutlich an und verweist vor allem auf Chancen durch Muse, den neuen KI-Assistenten des Technologiekonzerns.

JPMorgan hält es sogar für möglich, dass Muse zur meistgenutzten KI-Anwendung für Verbraucher seit ChatGPT wird. Damit könnte der starke Börsenmonat von Meta noch nicht beendet sein.

JPMorgan erhöht Kursziel für Meta auf 920 Dollar

JPMorgan hob das Kursziel für Meta am Donnerstag von 820 auf 920 Dollar an. Die positive Einstufung der Aktie bleibt unverändert.

Das neue Kursziel liegt rund 18 Prozent über dem Schlusskurs vom Donnerstag. Die Meta-Aktie beendete den Handelstag mit einem Plus von 4,5 Prozent bei 777,59 Dollar.

Die Anhebung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Meta bereits eine bemerkenswerte Börsenrally hinter sich hat. Im September ist die Aktie um mehr als 30 Prozent gestiegen. Sollte der Gewinn halten, wäre es der stärkste Monat für Meta seit Juli 2013.

Besonders dynamisch verlief der 21. September. Die Aktie legte an diesem Tag um 11 Prozent zu und schloss bei 741,25 Dollar. Es war der größte Tagesgewinn seit April 2025.

JPMorgan steht mit seiner optimistischen Einschätzung nicht allein. Nach Daten von LSEG empfehlen derzeit 57 der 63 Analysten, die Meta beobachten, die Aktie zum Kauf oder stufen sie sogar als starken Kauf ein.

Neuer KI-Assistent Muse stärkt den Optimismus

Ein wesentlicher Teil des Optimismus richtet sich auf Muse. Meta brachte den persönlichen KI-Assistenten am 8. September auf den Markt. Muse kann im Namen der Nutzer unter anderem E-Mails versenden, Reisen buchen und Einkäufe tätigen.

Der Dienst basiert auf Muse Spark, dem multimodalen KI-Modell von Meta. Zudem hat das Unternehmen Muse für Entwickler geöffnet, damit externe Dienste direkt an den Assistenten angebunden werden können.

Nach Einschätzung von JPMorgan-Analyst Doug Anmuth ist Muse stark gestartet und wächst schnell. In den ersten zwei Wochen soll Muse bereits mit mehr als 2.000 Anwendungen verbunden worden sein. Hinzu kommen Integrationen mit großen Unternehmen wie Walmart, Best Buy, Sephora und Wayfair.

JPMorgan sieht darin langfristig auch ein neues Geschäftsmodell für Meta. Immer mehr Vorgänge könnten nach Einschätzung der Bank direkt zwischen KI-Assistenten abgewickelt werden, statt über klassische Websites oder Telefonate.

Meta könnte anschließend Geld verdienen, indem das Unternehmen bei Transaktionen über Muse eine Gebühr oder Provision erhält.

„Auch wenn es noch früh ist, sehen wir in Muse das Potenzial, zur meistgenutzten KI-Anwendung für Verbraucher seit dem Start von ChatGPT zu werden“, schrieb JPMorgan in seiner Analyse.

Wall Street sieht große Chancen für Meta und Muse

Auch andere Analysten haben ihre Erwartungen an Meta wegen Muse angehoben. Wells Fargo erhöhte sein Kursziel zuvor von 640 auf 796 Dollar. Analyst Ken Gawrelski verwies ebenfalls auf die starke Nachfrage nach dem KI-Assistenten unmittelbar nach dem Start.

Muse erreichte kurz nach der Einführung sogar Platz eins unter den kostenlosen Apps im US-App-Store von Apple. Für Anleger ist vor allem entscheidend, ob Meta das frühe Interesse in dauerhafte Nutzung und neue Erlöse umwandeln kann.

Das Unternehmen arbeitet unterdessen weiter am Ökosystem rund um Muse. Für später in diesem Jahr ist Muse Confidential VM geplant. Damit sollen Nutzerdaten mit einem Schlüssel verschlüsselt werden, der allein dem Nutzer gehört.

Meta stellte außerdem Muse Charm vor, ein kleines Gerät, mit dem Nutzer Zugriff auf den KI-Assistenten erhalten. Berichten zufolge soll das Gerät rund um die Feiertage verfügbar sein.

Die kommenden Monate dürften zeigen, wie viele Menschen Muse tatsächlich dauerhaft nutzen. Diese Zahlen werden wichtig für die Frage, ob sich JPMorgans auffälliger Vergleich mit ChatGPT rechtfertigen lässt.

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