Immer mehr große Institutionen machen den Schritt zu Krypto. Bitcoin (BTC) bricht Rekorde, aber es sind vor allem Stablecoins, die jetzt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die amerikanische Bank Citigroup mischt sich nun in das Rennen ein: Sie arbeitet an einer eigenen Stablecoin und an blockchain-basierten Bankdepots.
Rennen um die Stablecoins
CEO Jane Fraser enthüllte diese Woche, dass die Großbank ernsthaft die Ausgabe einer eigenen Stablecoin in Betracht zieht. Die sogenannte Citigroup Stablecoin soll zur weiteren Expansion der digitalen Zahlungsmöglichkeiten der Bank beitragen. Während einer kürzlichen Präsentation ließ Fraser wissen, dass der Fokus nicht nur auf der Stablecoin liegt. Citigroup erforscht nämlich auch die Möglichkeiten rund um sogenannte ‘tokenized deposits’. Das sind digitale Darstellungen von Bankdepots, jedoch auf der Blockchain.
Nach Angaben der CEO besteht in diesen tokenized deposits sogar mehr Wachstumspotenzial als bei einer traditionellen Stablecoin. Sie ermöglichen Zahlungen schneller, günstiger und sicherer als gewöhnliche Stablecoins, die üblicherweise über einen Drittanbieter ausgegeben werden. Banken verdienen zudem mehr, wenn sie selbst ein tokenized deposit anbieten.
Citigroup ist übrigens nicht die einzige Großbank, die die Krypto-Welt weiterhin umarmt. Zuvor bestätigte der Konkurrent JPMorgan bereits, dass es an eigenen Blockchain-Lösungen arbeitet. Dazu gehört die digitale Münze JPMD, die wie die Idee von Fraser ein digitales Deposittoken werden soll.
Auch andere Unternehmen schlagen zu. So gaben Amazon und Walmart bereits früher bekannt, dass sie Forschungen zu einer eigenen Stablecoin durchführen. Dies könnte beiden Unternehmen möglicherweise Milliarden Dollar pro Jahr bei ihren E-Commerce-Aktivitäten einsparen.
Genius Act bringt Klarheit
Das wachsende Interesse von Wall Street kommt durch die Politik von Donald Trump. Seit seiner Rückkehr nach Washington drängt er auf neue pro-Krypto-Gesetzgebung. Vor allem der Genius Act spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Stablecoins geht. Der Gesetzesvorschlag wurde bereits vom Senat genehmigt und geht morgen ins Repräsentantenhaus.
Wenn der Vorschlag genehmigt wird, führt dies möglicherweise zu klaren Vorschriften. Stablecoin-Herausgeber wissen dann genau, woran sie sind, während Verbraucher besser geschützt werden, da Unternehmen strenge Garantien erfüllen müssen.
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