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Bitcoin (BTC) musste in den vergangenen Monaten mehrere Rückschläge verkraften, größere Kursverluste blieben jedoch aus. Unter anderem Verkäufe durch Strategy und die Unsicherheit über die US-Kryptoregulierung bewegten den Markt kaum. Bitwise-CIO Matt Hougan sieht darin ein mögliches Signal, dass der Krypto-Winter seinem Boden nahekommt.
Hougan verwies in einem Interview mit Bloomberg auf mehrere Entwicklungen, die früher vermutlich deutliche Kursverluste ausgelöst hätten. So hat Strategy von Michael Saylor, die größte börsennotierte Bitcoin-Treasury der Welt, seit Juli damit begonnen, größere Bestände an Bitcoin zu verkaufen.
Seit Anfang Juli hat das Unternehmen bereits 6.916 BTC veräußert. Zum aktuellen Kurs haben diese Verkäufe einen Wert von rund 440 Millionen Dollar. Strategy nutzt die Erlöse unter anderem, um seine Dollarreserve aufzustocken und die Dividendenverpflichtungen für STRC erfüllen zu können. Diese Vorzugsaktie war ursprünglich gerade dazu gedacht, Kapital für den Kauf von Bitcoin einzuwerben.
Auch mit Blick auf die US-Kryptoregulierung hat der Optimismus nachgelassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act verabschiedet wird, sank Hougan zufolge von rund 45 auf 15 Prozent. Das Gesetz soll mehr Klarheit über die Regeln für Krypto in den USA schaffen und könnte damit die Hürden für neue Investoren senken. Der Senat hat inzwischen allerdings das formelle Verfahren eingeleitet, um das Gesetz im September zur Abstimmung bringen zu können.
Hinzu kam der große Hack der Hardware-Wallet Coldcard. Bei dem Angriff wurden rund 116 Millionen Dollar erbeutet. Eine deutliche Reaktion des Bitcoin-Kurses blieb dennoch aus.
Nach Einschätzung von Hougan ist das bemerkenswert. In früheren Bärenmärkten habe Bitcoin häufig stark auf schlechte Nachrichten reagiert, während positive Meldungen nur wenig Wirkung zeigten.
„Wir messen guten Nachrichten vielleicht zu viel Bedeutung bei. Für mich deutet das darauf hin, dass dieser Krypto-Winter seinen Boden erreicht haben könnte und ein starkes Jahresende möglich ist“, sagte Hougan.
Hougan erwartet, dass große Vermögensverwalter bei einer nächsten Erholung eine wichtige Rolle spielen könnten. Über diese Anbieter könne seiner Ansicht nach schrittweise neues Kapital in Bitcoin und andere Kryptowährungen fließen.
Dafür sieht er bereits erste Anzeichen. Mehrere Beratungsplattformen haben Hougan zufolge etwa den Solana-(SOL)-Staking-ETF von Bitwise zugelassen, trotz des deutlichen Rückgangs am Kryptomarkt.
Nach Einschätzung von Hougan kommt dieses Interesse vor allem von Finanzberatern und nicht aus spekulativen Käufen privater Anleger.
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