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Die Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ist vorbei. Donald Trump erklärte die Vereinbarung für gescheitert, nachdem die USA eine neue Angriffswelle gegen mehr als 80 Ziele im Iran geflogen hatten.
Damit kehrt eines der wichtigsten Risiken für die Finanzmärkte zurück: Öl.

Unmittelbarer Auslöser war eine Serie von Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus. Zugleich hob Washington eine Ausnahmeregelung auf, die Iran neue Ölverkäufe ermöglicht hatte. Der Brent-Preis zog daraufhin deutlich an, während Anleger wieder mögliche Störungen auf einer der wichtigsten Energierouten der Welt einpreisen.
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Die Straße von Hormus ist für den globalen Öl- und Gasmarkt entscheidend. Ein großer Teil der Exporte aus dem Nahen Osten passiert diese schmale Meerenge.
Wenn Schiffe dort nicht mehr sicher verkehren können, steigen die Risikoprämien sofort.
Iran soll zudem ins Spiel gebracht haben, Transitgebühren für Schiffe zu verlangen, die die Meerenge passieren. Selbst wenn es dazu nicht unmittelbar kommt, ist die Botschaft klar: Energie wird wieder Teil des geopolitischen Konflikts.
Das trifft vor allem Bitcoin (BTC), Gold und Aktien. Bitcoin hat in den vergangenen Wochen versucht, im Bereich um 60.000 Dollar einen Boden auszubilden. Dafür braucht es Ruhe am Zinsmarkt. Ein neuer Ölschock bewirkt genau das Gegenteil.
Höhere Ölpreise könnten der Fed weniger Spielraum für eine Lockerung lassen. Zieht die Inflation erneut an, bleiben Zinserhöhungen auf der Agenda.
Für Bitcoin ist das schwierig, weil der Coin keine Zinsen abwirft und stark auf Liquidität sowie Risikobereitschaft reagiert. Auch Gold erhält ein gemischtes Signal. Geopolitischer Stress kann Gold als sicheren Hafen stützen, höhere Zinsen und ein stärkerer Dollar sprechen jedoch dagegen.

Das war bereits in den vergangenen Monaten zu beobachten. Trotz Krieg und Unsicherheit gab Gold deutlich nach, weil die Angst vor höheren Zinsen überwog.
Für Aktien ist das Risiko noch breiter angelegt. Höhere Ölpreise belasten Margen, erhöhen die Kosten für Verbraucher und können die Zinsangst erneut anfachen. Vor allem Wachstums- und KI-Aktien reagieren empfindlich, wenn die Anleiherenditen steigen.
Die Eskalation fällt mitten in den NATO-Gipfel in Istanbul. Der Iran steht dort erneut im Mittelpunkt, neben der Ukraine und den europäischen Verteidigungsausgaben.
Die NATO-Staaten hatten sich bereits auf eine Initiative über 50 Milliarden Dollar zur Entwicklung von Langstreckenwaffen verständigt. Trump spricht zudem mit Wolodymyr Selenskyj, der erneut auf Patriot-Luftverteidigungssysteme drängen dürfte.
Der geopolitische Druck nimmt damit weiter zu. Zugleich bleiben die Märkte angespannt. US-Futures geben nach der Verkaufswelle bei Chipaktien weiter nach. In Asien gerieten südkoreanische KI- und Chipwerte unter Druck, während chinesische Aktien in Hongkong kräftig zulegten, weil Anleger nach Märkten suchen, die weniger teuer erscheinen.
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