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Die SpaceX-Aktie ist erneut deutlich unter Druck geraten. Seit dem spektakulären Börsengang im vergangenen Monat ist der Kurs inzwischen um mehr als zwanzig Prozent gegenüber dem Ausgabepreis gefallen. Damit wurden seit dem kurz nach dem Börsendebüt erreichten Hoch mehr als 1,2 Billionen US-Dollar an Börsenwert vernichtet.
Anleger werden bei risikoreichen Technologieunternehmen zunehmend vorsichtiger, während Sorgen über hohe KI-Bewertungen und geopolitische Spannungen den Sektor belasten. Zugleich fürchten Investoren, dass in den kommenden Monaten Millionen zusätzlicher Aktien auf den Markt kommen und den Verkaufsdruck weiter erhöhen könnten.
Die Aktie verlor am Montag erneut fünf Prozent und fiel auf 107,80 US-Dollar. Damit notiert der Kurs inzwischen rund 47 Prozent unter dem Schlusskurs des Hochs vom 16. Juni.

Der anhaltende Verkaufsdruck wird vor allem mit dem Auslaufen der Lock-up-Frist erklärt. Ab dem 6. August werden laut Börsenprospekt rund 911,5 Millionen zusätzliche Aktien für den Handel freigegeben. Bis zum Jahresende steigt die Zahl der frei handelbaren Aktien sogar auf mehr als 5,3 Milliarden, nach derzeit etwa 639 Millionen.
Der erwartete Zustrom neuer Aktien führt dazu, dass immer mehr Anleger auf weitere Kursverluste setzen. Nach Angaben von S3 Partners sind derzeit rund dreißig Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft. Diese Position hat Shortsellern durch den jüngsten Kursrückgang bereits fast acht Milliarden US-Dollar an Buchgewinnen eingebracht.
Der Kursrückgang kommt trotz eines weitgehend erfolgreichen Testflugs von Starship am vergangenen Freitag. Bei der Mission setzte SpaceX verbesserte Starlink-Satelliten aus, zudem kehrte die Rakete größtenteils unbeschädigt zur Erde zurück.
Starship spielt eine zentrale Rolle in Elon Musks langfristigen Plänen. Das Raumschiff soll den Ausbau des Starlink-Netzwerks ermöglichen, bemannte Missionen zum Mond und zum Mars unterstützen und langfristig sogar Rechenzentren im All möglich machen. Zugleich ist das Programm von einer schwierigen Entwicklungsgeschichte mit mehreren Explosionen, technischen Problemen und Verzögerungen geprägt.
Der deutliche Kursrückgang hat die Debatte darüber neu entfacht, wie weit die Aktie noch fallen kann. Analysten verweisen darauf, dass die große Zahl der in den kommenden Monaten frei werdenden Aktien den Druck weiter erhöhen könnte.
Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas schrieb am Freitag, ein Kurs von rund 100 US-Dollar je Aktie würde bedeuten, dass Anleger den KI-Aktivitäten von SpaceX praktisch keinen Wert mehr beimessen. Ob diese Marke tatsächlich erreicht wird, dürfte Marktbeobachtern zufolge vor allem davon abhängen, ob neue Käufer den zusätzlichen Verkaufsdruck auffangen können, sobald die Lock-up-Frist ausläuft.
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