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Donald Trump erklärt die Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran für beendet. Der US-Präsident äußerte sich am Mittwoch während des Nato-Gipfels in Ankara, kurz nachdem die USA neue Angriffe auf iranische Ziele geflogen und eine wichtige Ausnahme für iranische Ölexporte aufgehoben hatten.
Die Aussagen erhöhen den Druck auf das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Washington und Teheran weiter. Anleger fürchten, dass die Eskalation erneut Folgen für den Ölpreis, die Inflation und die Finanzmärkte haben könnte.
Bei einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ließ Trump kaum Zweifel an seiner Haltung.
Aus seiner Sicht sei die Sache erledigt, alles Weitere nur Zeitverschwendung.
Donald Trump
Auch gegen die iranische Führung fand er scharfe Worte. Er bezeichnete sie als gefährlich; käme sie an Atomwaffen, würde sie diese aus seiner Sicht auch einsetzen.
Die Aussagen folgen auf eine neue Welle amerikanischer Angriffe auf Iran. Washington spricht von einer Reaktion auf jüngste Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Zugleich hob die US-Regierung eine befristete Ausnahme für den Export iranischen Öls auf.
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran sollte die Spannungen vorübergehend senken und Raum für Gespräche über ein umfassenderes Friedensabkommen schaffen. Dabei spielte auch die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus eine zentrale Rolle.
Washington wirft Iran vor, diese Vereinbarungen mit den Angriffen auf die Schifffahrt verletzt zu haben. Teheran hält dagegen, die amerikanischen Luftangriffe und die Aufhebung der Ölausnahme verstießen gegen die getroffenen Absprachen.
Mit der neuen Eskalation wachsen erneut die Sorgen um die Energieversorgung. Der Ölpreis war bereits zu Wochenbeginn gestiegen, nachdem bekannt geworden war, dass die USA iranische Ölexporte wieder stärker beschränken.
Trotz Trumps scharfer Worte betonen US-Regierungsvertreter, Diplomatie habe weiterhin Vorrang. Gespräche über eine endgültige Vereinbarung stocken derzeit, auch weil Iran nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei eine nationale Trauerphase begeht.
Nach Angaben Katars, das zwischen beiden Ländern vermittelt, sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, sobald die Trauerfeierlichkeiten abgeschlossen sind.
Für Anleger bleibt die Lage schwer kalkulierbar. Eine weitere Eskalation könnte den Ölpreis erneut nach oben treiben und damit auch die Inflation anheizen. Das wiederum könnte Folgen für die Zinspolitik der Federal Reserve und die Stimmung an den Finanzmärkten haben.
Die USA haben die Ausnahmegenehmigung aufgehoben, die Iran den Verkauf seines Öls erlaubte. Mehr als 60 Millionen Barrel liegen nun ohne Käufer auf See.
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