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Die Spannungen rund um die Straße von Hormus lassen etwas nach, doch die Gefahr ist nicht gebannt. Iran hat laut CNBC mit Saudi-Arabien und Oman über die Zukunft der strategisch entscheidenden Meerenge beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Stabilität in der Region und der Abbau der Unsicherheit rund um Hormus.
Die Kampfpause zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hatte am Montag bereits für niedrigere Ölpreise und steigende Aktienkurse gesorgt. Brent und WTI gaben erneut nach, während Anleger darauf setzten, dass aus der vorübergehenden Feuerpause eine tragfähigere diplomatische Lösung entstehen könnte.

Irans Außenminister Abbas Araqchi sprach getrennt mit seinen Amtskollegen aus Saudi-Arabien und Oman.
Nach Darstellung Teherans müssen die Staaten der Region zusammenarbeiten, um Stabilität wiederherzustellen und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus zu verringern. Zugleich macht Iran weiterhin die Vereinigten Staaten für die Eskalation verantwortlich.
Das macht die Lage kompliziert. Trump sprach am Montag von „guten Gesprächen“ mit Iran. Teheran bestreitet jedoch, dass direkte Verhandlungen mit Washington stattfinden. Über Vermittler scheinen allerdings Botschaften ausgetauscht zu werden.
Die Signale aus Washington bleiben widersprüchlich. Einerseits spricht Trump von guten Gesprächen und möglichen Fortschritten. Andererseits warnt er, dass die USA ihre Angriffe wieder aufnehmen könnten, falls die Gespräche ergebnislos bleiben.
Bei einem Wahlkampfauftritt sagte er, Iran lasse sich nicht kaufen; falls nötig, müsse das Land „besiegt“ werden. Für die Märkte liegt genau darin das Problem. Der Ölpreis fällt in der Hoffnung auf Diplomatie, doch eine scharfe Äußerung oder ein neuer Angriff kann die Stimmung jederzeit wieder drehen.
Damit bleibt der Rückgang der Ölpreise vorerst fragil. Womöglich reagiert Wall Street deshalb bislang nur verhalten auf die Entwicklungen in Iran und wartet auf belastbare Signale.
Auch jenseits der direkten Konfrontation zwischen den USA und Iran bleibt die Lage angespannt. Saudi-Arabien meldete, mehrere Drohnen abgefangen zu haben, die offenbar auf Ölanlagen gerichtet waren. Wer dahintersteckt, ist unklar. Reuters zufolge bekannten sich die Huthi zu Angriffen auf saudische Ölziele, zugleich wird auf von Iran unterstützte Milizen im Irak verwiesen.
Jordanien teilte zudem mit, eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen zu haben. Das zeigt, dass die Kampfpause zwischen Washington und Teheran nicht automatisch zu einer Stabilisierung des Nahen Ostens führt. Der Konflikt verlagert sich möglicherweise auf Stellvertreter, Drohnen, Schifffahrt und Ölinfrastruktur.
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