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Die Finanzmärkte starten optimistisch in die neue Woche. Nach einem historischen Einbruch am vergangenen Freitag hat Donald Trump heute wieder etwas Vertrauen bei Investoren geschaffen.

Bitcoin (BTC) und die europäischen wie amerikanischen Aktienmärkte notieren heute im Plus. Doch die eigentliche Herausforderung liegt noch vor uns. Die restliche Woche ist vollgepackt mit entscheidenden Ereignissen.

Inflationsdaten aus den USA

Diese Woche dreht sich um die Inflation, mit zwei wichtigen Zahlen aus den Vereinigten Staaten. Der Schwerpunkt liegt auf Mittwoch, wenn der Verbraucherpreisindex (CPI) für Mai veröffentlicht wird. Das ist die bekannteste und meistbeachtete Inflationskennzahl.

Die Märkte rechnen mit einer Steigerung auf 4,2 Prozent gegenüber 3,8 Prozent im Vormonat. Die Kerninflation, bei der volatile Energie- und Lebensmittelpreise ausgeblendet werden, wird auf rund 2,9 Prozent erwartet.

Ein hohes Inflations­niveau bedeutet, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht senken kann und möglicherweise sogar erhöhen muss. Seit den starken Arbeitsmarktdaten vom Freitag wird am Markt bereits eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in diesem Jahr eingepreist.

Donnerstag folgt die zweite Prüfung: der Erzeugerpreisindex (PPI). Er misst die Preise ab Werkstor und gilt als Vorbote der Inflation, die später beim Verbraucher ankommt.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet der Markt bereits bei der nächsten Sitzung eine Zinserhöhung, die am Donnerstag stattfindet.

Hinzu kommt die Straße von Hormuz, die Seestraße, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öls transportiert wird. Sie ist seit Monaten weitgehend blockiert. Der Iran drosselt die Durchfahrt, während die USA eine Blockade gegen das Land aufrechterhalten. Das teure Öl heizt die Inflation wieder an, obwohl sie im letzten Jahr eigentlich zurückgegangen war.

Die Meerenge ist so zu einem politischen Druckmittel geworden. Beide Parteien nutzen den Zugang als Druckmittel am Verhandlungstisch.

SpaceX steuert zur Wall Street

Am Freitag steht der größte Börsengang der Geschichte an. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk debütiert an der Technologiebörse Nasdaq mit dem Kürzel SPCX, bei einer Bewertung von etwa 1,77 Billionen Dollar. Der Preis von 135 Dollar pro Aktie wird am Donnerstag nach Börsenschluss festgelegt.

Mit dieser Größe wird SpaceX nahezu sofort in den Nasdaq 100 aufgenommen, den Index der hundert größten Technologiefirmen. Das bewegt den gesamten Markt.

Indexfonds folgen dieser Liste automatisch. Sie müssen SpaceX also kaufen und gleichzeitig bestehende Aktien verkaufen, um ihr Portfolio wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Laut der Investmentbank JPMorgan könnte das allein bei Nvidia einen Verkaufsdruck von über 20 Milliarden Dollar erzeugen.

Auch die Krypto-Märkte könnten betroffen sein. Bitcoin bewegt sich in den letzten Monaten fast eins zu eins mit den großen Tech-Aktien, mit einer Korrelation von 0,81. Fällt Nvidia und Co., dürfte BTC wahrscheinlich mit nach unten gezogen werden.

Iran als großer Unsicherheitsfaktor

Wenn man Donald Trump glaubt, könnte diese Woche zudem ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten geschlossen werden. „Ich würde sagen, dass das Abkommen am Montag, Dienstag oder Mittwoch unterzeichnet wird“, sagte der amerikanische Präsident, nachdem der Iran gestern Raketen auf Israel abgefeuert hatte.

Mit neuen Angriffen reagierte Israel heute Morgen, wodurch der Anfang April geschlossene Waffenstillstand immer mehr zu bröckeln beginnt.

Es wird jedoch weiterhin über eine Verlängerung des Waffenstillstands verhandelt, bei dem auch die Straße von Hormuz wieder geöffnet werden soll. Das wäre ein Zwischenschritt für weitere Verhandlungen über die schweren Themen: das Atomprogramm, die Raketen und die Sanktionen.

Heute Morgen feuerte Iran erstmals seit dem Waffenstillstand von Anfang April wieder Raketen auf Israel ab, die schwerste Auseinandersetzung seit dieser Waffenruhe.

Trump schrieb am Nachmittag, dass Israel und Iran auf einen „sofortigen Waffenstillstand hinarbeiten“ und die iranischen Streitkräfte hätten bereits das Ende der militärischen Operationen angekündigt.

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