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Mark Zuckerberg geht im KI-Wettlauf erneut in die Offensive. Der Meta-Gründer warnt davor, dass leistungsfähige KI in den Händen weniger Unternehmen und Regierungen konzentriert wird. Damit zielt er erkennbar auf Anbieter geschlossener KI-Systeme wie OpenAI, Anthropic und Google.

Meta will sich dagegen wieder als Vorkämpfer offener KI positionieren. Das Unternehmen veröffentlichte am Montag die zugrunde liegenden Parameter von Muse Glimmer, einem neuen offenen KI-Modell, das Entwickler herunterladen und anpassen können. In den kommenden Wochen will Meta zudem die Parameter einer leistungsfähigeren Version von Muse Spark freigeben.

KI für Milliarden Menschen

Zuckerberg veröffentlichte zugleich einen Essay, in dem er seine Sicht darlegt. Leistungsfähige KI müsse aus seiner Sicht Milliarden Menschen kostenlos zur Verfügung stehen. Nicht nur Unternehmen, Regierungen oder großen Institutionen.

Wenn allein geschlossene Labore den KI-Wettlauf gewinnen, verlagert sich Macht weiter zu großen Institutionen. Sind offene Modelle dagegen breit verfügbar, erhalten Einzelne mehr Handlungsspielraum. Damit macht Zuckerberg aus offener KI nicht nur eine technologische Position, sondern auch ein politisches Thema. KI soll für ihn als Gegengewicht dienen.

Meta will sich abheben

Die Entscheidung für offene Modelle passt zu Metas breiterer Strategie. Während OpenAI und Anthropic ihre leistungsfähigsten Modelle vor allem über geschlossene Systeme anbieten, versucht Meta, Entwickler mit freier zugänglichen Modellen an sich zu binden.

Das ist attraktiv für Start-ups, Forscher und Unternehmen, die eigene KI-Anwendungen entwickeln wollen, ohne vollständig von einer einzigen geschlossenen Plattform abhängig zu sein.

Gleichzeitig ist der Ansatz riskant. Meta hatte zuvor entschieden, die Gewichte von Muse Spark wegen Sicherheitsbedenken nicht freizugeben. Das zeigt, wie sensibel die Debatte ist. Je leistungsfähiger KI wird, desto drängender stellt sich die Frage, wer Zugang erhalten darf.

KI-Kosten steigen rasant

Für Anleger bleibt die zentrale Frage, wie viel Meta ausgeben muss, um an der KI-Spitze mitzuhalten. Das Unternehmen investiert Milliarden in Talente, Modelle und Rechenzentren. Im vergangenen Monat fiel die Aktie um fast 8 Prozent, nachdem bekannt geworden war, dass die KI-Investitionen den freien Cashflow um 91 Prozent belastet hatten.

Auch auf lokaler Ebene wächst der Widerstand. Rechenzentren benötigen viel Strom und Wasser. Deshalb kündigte Meta einen Fonds über 1 Milliarde Dollar für Gemeinden im Umfeld seiner US-Rechenzentren an. Meta will also schneller bauen, muss sich zugleich aber politischen und gesellschaftlichen Rückhalt sichern.

China erhöht den Druck

Zuckerbergs Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem chinesische KI-Labore mit offenen Modellen rasch Boden gutmachen. OpenAI und Anthropic werfen chinesischen Akteuren vor, US-Modelle per Distillation nachzubilden, bei der neue Modelle aus den Ausgaben bestehender Systeme lernen.

Zuckerberg verteidigt diese Praxis dagegen. Aus seiner Sicht ist es wichtig, dass Menschen und Systeme aus dem lernen dürfen, was sie beobachten.

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