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Oura verschiebt seinen geplanten Börsengang an der Nasdaq wegen der unsicheren Lage am US-Aktienmarkt. Der Hersteller des beliebten Smart Rings wollte dabei bis zu 2,2 Milliarden Dollar einsammeln.
Auffällig ist: An Nachfrage mangelte es nicht. Anleger wollten rund viermal so viele Aktien zeichnen, wie verfügbar waren. Dennoch wartet Oura auf einen günstigeren Zeitpunkt.
Der Börsengang war für diese Woche geplant. Die Aktien sollten unter dem Kürzel OURA am Nasdaq Global Select Market gehandelt werden.
Oura und bestehende Anteilseigner, darunter Forerunner Ventures und Lifeline Ventures, wollten dabei Aktien verkaufen. Begleitet wurde der Börsengang von Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan, Allen & Co. und Jefferies.
Das Interesse war groß. Nach Informationen von Bloomberg war der Börsengang etwa vierfach überzeichnet. Die Nachfrage nach Oura-Aktien lag damit deutlich über dem angebotenen Volumen.
Trotzdem entschied sich das Unternehmen, den Schritt zu verschieben.
„Wir wollen für unsere Mitarbeiter und Investoren einen außergewöhnlichen Börsengang erreichen und sind in der komfortablen Lage, den Zeitpunkt selbst wählen zu können“, sagte CEO Tom Hale.
Oura erklärte außerdem, das Unternehmen stehe finanziell stärker da als zu Beginn der Vorbereitungen für den Börsengang. Wann ein neuer Anlauf folgt, ist offen.
Oura ist nicht das einzige Unternehmen, das angesichts der Marktbedingungen vorsichtiger wird. Auch das Nukleartechnologie-Unternehmen Holtec Nuclear und der Versicherer Bamboo Insurance Services haben ihre Börsengänge in den USA in den vergangenen Tagen verschoben.
Oura ist bislang jedoch der prominenteste Name in dieser Reihe. Der Börsengang hätte zudem die erste US-Notierung mit einem Volumen von mehr als 1 Milliarde Dollar seit dem Börsendebüt von Jersey Mike’s Subs im Juli werden sollen.
Die Serie von Verschiebungen sorgt laut Bloomberg für mehr Zurückhaltung am US-Markt für Börsengänge. Das ist auch deshalb relevant, weil Anleger auf den möglichen Börsengang des KI-Unternehmens Anthropic warten, der zu den größten Börsendebüts aller Zeiten zählen könnte.
Oura wartet vorerst ab. Trotz der starken Nachfrage nach den Aktien will das Unternehmen erst an die Börse gehen, wenn es die Marktbedingungen für ausreichend günstig hält.
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