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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ihre erste offizielle Zahlung mit der digitalen Version ihrer Landeswährung, dem digitalen Dirham, abgewickelt. Es handelt sich um einen wichtigen Meilenstein im Digital Dirham-Projekt, das im März dieses Jahres angekündigt wurde. Das Finanzministerium und Dubai Finance teilten mit, dass die Testtransaktion Teil der Pilotphase war und die internationale Zahlungsplattform mBridge nutzte.
Nach Angaben der VAE ist dies ein wichtiger Schritt hin zu einer breiteren Einführung der Digitalwährung im öffentlichen und privaten Sektor. Die Regierung sieht den digitalen Dirham als Mittel, die Finanzinfrastruktur zu modernisieren und für das digitale Zeitalter fit zu machen.
Ahmed Ali Meftah, Exekutivdirektor für zentrale Konten bei Dubai Finance, erklärte, die Pilotierung sei dazu gedacht gewesen, die technische Zusammenarbeit mit der Zentralbank der VAE zu testen. Im Fokus standen dabei die Geschwindigkeit, Sicherheit und Stabilität des Zahlungssystems.
Die Zahlung wurde in weniger als zwei Minuten abgeschlossen. Laut Meftah zeigt das, dass der digitale Dirham schnellere und effizientere Transaktionen zwischen Behörden ermöglichen kann. Die Technologie soll letztlich zu weniger Verzögerungen, geringeren Kosten und einer reibungsloseren Abwicklung staatlicher Finanzprozesse führen.
Die Zentralbank der VAE hatte zuvor betont, dass der digitale Dirham Zentralbankgeld zukunftssicher machen soll. Die Währung soll der zunehmenden Digitalisierung von Volkswirtschaften weltweit Rechnung tragen.
Die Einführung erfolgt Schritt für Schritt. In der ersten Phase wird der digitale Dirham ausschließlich für Zahlungen genutzt, um Konkurrenz zu Spareinlagen und anderen Finanzprodukten zu vermeiden. Der vollständige Start ist für das vierte Quartal 2025 geplant.
Digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) rücken weltweit zunehmend in den Fokus. Kritiker befürchten, dass sie die Privatsphäre der Nutzer beeinträchtigen und die Rolle der Geschäftsbanken schmälern könnten. Befürworter betonen hingegen, dass CBDCs die Effizienz von Zahlungen erhöhen und die finanzielle Inklusion fördern können.
Mehrere Länder testen derzeit ihre eigene Digitalwährung. Kirgisistan kündigte im Oktober Pläne für eine digitale Währung an, während die Europäische Zentralbank in die nächste Phase des Digital-Euro-Projekts übergeht.
Laut der US-Denkfabrik Atlantic Council gibt es weltweit nur drei Länder mit einer voll funktionsfähigen digitalen Zentralbankwährung: Nigeria, die Bahamas und Jamaika.
Darüber hinaus befinden sich 49 weitere Länder in der Pilotphase, darunter nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit dem erfolgreichen Test des digitalen Dirham positionieren sich die VAE als einer der Vorreiter bei der weltweiten Entwicklung von digitalem Zentralbankgeld.
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