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Der Kryptomarkt könnte erneut unter Druck geraten, falls der Digital Asset Market CLARITY Act in diesem Jahr nicht den US-Senat passiert. Davor warnt die Investmentbank Bernstein in einem neuen Bericht.
Nach Einschätzung der Analysten sind die Chancen auf eine Verabschiedung in den vergangenen Wochen gesunken, da dem Senat vor Beginn der Sommerpause nur noch wenig Zeit bleibt.
Bernstein rechnet allerdings damit, dass ein möglicher Rückschlag nur vorübergehend wäre. Die Bank geht davon aus, dass US-Aufsichtsbehörden in diesem Fall schneller neue Regeln vorlegen würden, um der Kryptobranche mehr Klarheit zu verschaffen.
Der CLARITY Act gilt als einer der wichtigsten Gesetzentwürfe für die US-Kryptobranche. Er soll klar festlegen, wann digitale Vermögenswerte unter die Aufsicht der Securities and Exchange Commission (SEC) fallen und wann die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zuständig ist.
Nach Ansicht von Bernstein würde eine Verabschiedung des Gesetzes einen großen Teil der Unsicherheit beseitigen. Das könnte Banken, Vermögensverwaltern und Kryptounternehmen mehr Vertrauen geben, in Blockchain-Technologie und neue Kryptoprodukte zu investieren.
Die Analysten weisen darauf hin, dass sich die Aussichten für das Gesetz in den vergangenen Wochen eingetrübt haben, obwohl einige strittige Punkte, etwa die Regeln zu Erträgen auf Stablecoins, inzwischen geklärt wurden.
Sollte der CLARITY Act in diesem Jahr nicht verabschiedet werden, erwartet Bernstein, dass SEC und CFTC im Rahmen des sogenannten Project Crypto von Präsident Donald Trump schneller neue Regulierungsvorgaben vorlegen. Die Analysten denken dabei unter anderem an klarere Regeln für die Einstufung von Token, Decentralized Finance (DeFi), Selbstverwahrung und die Ausgabe neuer Token.
Nach Einschätzung von Bernstein bleibt der CLARITY Act langfristig wichtig, weil nur ein Gesetz dauerhafte Rechtssicherheit schaffen kann, unabhängig von künftigen politischen Veränderungen.
Die Bank erwartet zudem, dass die Kryptobranche im Vorfeld der US-Zwischenwahlen politisch einflussreich bleibt. Die aktuelle Marktschwäche könnte sich Bernstein zufolge deshalb gegen Ende des dritten oder zu Beginn des vierten Quartals in eine Erholung verwandeln.
Bereits in der vergangenen Woche hatte auch JPMorgan gewarnt, dass eine Verzögerung des CLARITY Act ein Rückschlag für den Kryptomarkt wäre. Nach Ansicht der US-Bank könnte damit einer der wichtigsten positiven Impulse für die Branche vorerst wegfallen.
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Der US-Senat verschiebt die Abstimmung über den CLARITY Act. Der Druck auf neue Kryptoregeln wächst, weil die Sommerpause näher rückt.
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