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Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen vier große iranische Kryptobörsen verhängt. Damit will Washington verhindern, dass Iran über Krypto Zugang zu internationalen Finanznetzwerken behält. Laut der US-Regierung spielt vor allem Nobitex eine zentrale Rolle bei der Umgehung von Sanktionen.
Das US-Finanzministerium gab bekannt, dass die Börsen Nobitex, Wallex, Bitpin und Ramzinex auf die Sanktionsliste des Office of Foreign Assets Control (OFAC) gesetzt wurden. Dadurch dürfen US-Unternehmen und Bürger diesen Plattformen keine Dienstleistungen mehr anbieten.
Finanzminister Scott Bessent erklärt, dass Iran Krypto nutzt, um bestehende Sanktionen zu umgehen.
Bessent äußerte: „Während die iranische Wirtschaft im freien Fall ist, hat das Regime beschlossen, die Technologie rund um Krypto für seine eigene korrupte Agenda einzusetzen, einschließlich der Umgehung von Sanktionen und der Verschleierung von Vermögen aus dem Land.“
Die Sanktionen sind Teil der Kampagne, die Washington „Economic Fury“ nennt. Diese wurde im April begonnen und zielt darauf ab, Iran weiter vom internationalen Finanzsystem abzuschotten.
Laut Bessent richtet sich die Kampagne unter anderem darauf, die Finanzierung des iranischen Nuklearprogramms zu stoppen. „Wie versprochen wird das Ministerium weiterhin das Geld verfolgen, über das Bankensystem und über Krypto, um zu verhindern, dass das Regime eine Nuklearwaffe entwickelt“, sagte er.
Vergangene Woche gab Bessent bereits bekannt, dass die Vereinigten Staaten seit Ende Februar fast 1 Milliarde Dollar an Krypto aus iranischen Wallets und Krypto-Börsen beschlagnahmt haben.
Bemerkenswert ist die Rolle von Nobitex, der größten Kryptobörse Irans. Das US-Ministerium gibt an, dass die Plattform Zahlungen für die Islamische Revolutionsgarde und andere sanktionierte Organisationen erleichtert hat.
Auch das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis sieht Nobitex als wichtigen Akteur innerhalb des iranischen Kryptosektors. Laut dem Unternehmen läuft etwa 50 Prozent des gesamten Kryptohandels in Iran über die Plattform.
Zudem wurden auch Nobitex-CEO Seyed Ali Khoee und Vorsitzender Amir Hossein Rad auf die Sanktionsliste gesetzt.
Laut der US-Regierung sind inzwischen bereits Finanzkanäle im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar geschlossen worden, die andernfalls Iran und verbundenen Organisationen zur Verfügung gestanden hätten.
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