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Mitte Januar sollte das neue US-Kryptogesetz, auch bekannt als CLARITY Act, im Senat diskutiert werden. Aufgrund plötzlicher Kritik aus der Krypto-Welt wurde dies kurzfristig verschoben. Banken und Krypto-Unternehmen scheinen uneinig zu sein. Letztere haben nun einen Kompromiss angeboten, um das Gesetz dennoch voranzubringen.
Am 15. Januar dieses Jahres sollte der Gesetzesentwurf von Politikern diskutiert werden. Doch die Krypto-Börse Coinbase zog in letzter Sekunde ihre Unterstützung zurück. Der Grund: Krypto-Unternehmen wären unverhältnismäßig benachteiligt worden.
So dürften sie beispielsweise keinen Ertrag, vergleichbar mit Zinsen, mehr über Stablecoins ausschütten. Banken argumentierten, dass bis zu 6 Billionen Dollar aus der Bankenwelt abfließen könnten, wenn dies erlaubt würde. Zwei Welten, die nun in direktem Gegensatz zueinander stehen.
Dennoch scheint ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Auseinandersetzung zu bestehen. Am vergangenen Montag fand ein Treffen zwischen verschiedenen Krypto-Unternehmen und Banken statt. Hauptthema war die Diskussion um Stablecoins. Einige Krypto-Unternehmen hätten den Banken einen Kompromiss vorgeschlagen.
Es wurde eine bedeutende Rolle für Banken im Stablecoin-Ökosystem vorgeschlagen, etwa durch Kooperationen oder das Halten von Stablecoin-Reserven. Ziel war es, die Bedenken des Bankensektors auszuräumen und und auch kleinen Banken die Möglichkeit zu geben, ihren Umsatz zu steigern.
Obwohl die Branchen am Montag keine Lösung fanden, ergab sich dennoch eine neue Verhandlungsoption. Die Dynamik des Gesetzgebungsprozesses schien vollständig verschwunden zu sein, kommt nun aber wieder in Gang.
Am Mittwoch hielten die Demokraten des Senats eine nicht öffentliche Sitzung ab. Laut der Journalistin Eleanor Terrett ging es dabei um die Strukturen des Kryptomarktes. Es war die erste Sitzung seit der Verzögerung Mitte Januar.
Das Gespräch soll laut Quellen positiv verlaufen sein und könnte sogar als die produktivste Sitzung bisher angesehen werden. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, soll dort erneut betont haben, wie wichtig die Dynamik für die Verabschiedung des Gesetzes sei.
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