Am ersten Tag der US-Blockade ist keinem Frachtschiff die Durchfahrt gelungen. Sechs Schiffe kehrten auf Anweisung der US-Marine in iranische Häfen zurück, berichtet das US Central Command.
Die Blockade wird mit mehr als einem Dutzend Kriegsschiffen und zehntausend Marinesoldaten durchgesetzt und erstreckt sich über den Golf von Oman und das Arabische Meer.
Blockade verläuft anders als gedacht
Die Durchsetzung gestaltet sich anders als erwartet. Die USA blockieren nicht die Straße von Hormus selbst, sondern überwachen die dahinterliegenden Gewässer. Schiffe können die Meerenge technisch passieren, werden jedoch im Golf von Oman abgefangen, bevor sie das offene Meer erreichen.
Das erklärt die Situation vom Dienstag. Fünf Schiffe passierten zwar die Meerenge, aber keines konnte die Blockade überwinden. Die US-Marine wartet einfach auf der anderen Seite.
Chinesischer Tanker kehrt doch um
Die Rich Starry, ein von den USA sanktionierter Tanker mit chinesischen Verbindungen, erregte bereits am Montag Aufmerksamkeit und schien am frühen Dienstagmorgen die Straße von Hormus zu passieren. Doch nach der Überfahrt drehte das Schiff im Golf von Oman um.
Ein zweiter Tanker, die Elpis, die die Meerenge kurz nach Beginn der Blockade befuhr, hielt an derselben Stelle an. Ob beide Schiffe aus eigenem Antrieb oder auf Anweisung der Marine umkehrten, ist unklar.
Schwer zu verfolgen durch Spoofing
Das Verfolgen von Schiffsbewegungen ist schwieriger als üblich. Durch eine Kombination aus Signalstörungen und Spoofing, bei dem automatische Positionssignale ausgeschaltet oder verfälscht werden, ist es schwer, ein zuverlässiges Bild zu erhalten.
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